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Abgabenordnung (AO)

english: German fiscal code; tax law

Die Abgabenordnung (AO) gilt für alle Steuern einschließlich der Steuervergütungen, die durch Bundesrecht oder Recht der Europäischen Gemeinschaft geregelt sind, soweit sie durch Bundesfinanzbehörden oder durch Landesfinanzbehörden verwaltet werden.

Sie besteht aus neun Teilen mit insgesamt über 400 Paragraphen und enthält

  • Begriffsdefinitionen (zum Beispiel der Begriff Steuern),
  • Zuständigkeitsvorschriften,
  • Vorschriften über das Steuergeheimnis,
  • das Steuerschuldrecht (Entstehen von Steueransprüchen),
  • das Verfahrensrecht mit Fristen und Terminen,
  • die Durchführung der Besteuerung (Steuerklärungen),
  • die Steuererhebung mit Regeln über Fälligkeit und Verjährung,
  • Vorschriften über die Vollstreckung, außergerichtliche Rechtsbehelfsverfahren und Straf- und Bußgeldvorschriften.

Völkerrechtliche Vereinbarungen haben – zum Zweck der Vermeidung von Doppelbesteuerung - Vorrang vor deutschem Steuerrecht. Im Anhang enthält die Abgabenordnung eine Mustersatzung für Vereine, Stiftungen, Betriebe gewerblicher Art von juristischen Personen des öffentlichen Rechts, geistliche Genossenschaften und Kapitalgesellschaften.

Absatzbezogene Standortfaktoren

Absatzbezogene Standortfaktoren umfassen alle Faktoren, die den Absatz der erstellten Leistungen und somit die Absatzchancen eines Unternehmens erhöhen.

Vor allem im Einzelhandel sowie für die industrielle Zulieferindustrie stellt die Absatzorientierung einen wichtigen Standortfaktor dar (harter Standortfaktor).

Zu den absatzbezogenen Standortfaktoren gehören die Kaufkraft der Bevölkerung (Absatzmarkt), angesiedelte Unternehmen, staatliche Absatzhilfen, die Zahl der Absatzkontakte (z.B. in Innenstadtlage) oder die Konkurrenzsituation. Diese Faktoren haben je nach Branche und Unternehmenszweck unterschiedliche Bedeutung.

 

Siehe auch

Achsmaß

Das Achmaß ist ein gemessener Abstand zwischen zwei Bauteilen oder Wandöffnungen. Es wird von der Mitte eines Gegenstandes bis zur Mitte des nächsten Objektes gemessen. Bauteile können beispielsweise Träger oder Stützen sein.

Die gemessene Achse dient im Allgemeinen zur Unterteilung von Räumen oder Flächen und strukturiert dadurch funktional wie optisch. Dabei kann der Begriff „Raum“ sich auf ganze Baugebiete, Gebäude oder Räume innerhalb eines Gebäudes beziehen.

Sie finden das Achsmaß in der Architektur, beim Städtebau sowie bei der Verkehrswegeführung.

Andienung

Mit Andienung ist die Erschließung von Bereichen gemeint, die häufig im Zusammenhang mit der Anliefermöglichkeit von Waren stehen, bei Firmen oder Hallen. Diese kann ein Parkplatz oder auch ein konkreter Anlieferungsbereich sein.

Bei Lagerhallen und Industrieimmobilien steht die Bezeichnung im direkten Zusammenhang mit der Zone in der Waren angeliefert werden. Die Andienung bei Lagerhallen kann ganz unterschiedlich aussehen. Es gibt Industriehallen mit höherliegenden Warentoren und Rampen oder die Anlieferzone ist ebenerdig gestaltet.

Ist der wirtschaftliche Kontext gegeben, bezeichnet die Andienung die konkrete, physische Auslieferung von Handelswaren und nicht den Bereich, in dem sie ankommen.

Andockstelle

Beschreibt den Punkt, an dem ein LKW an einem Gebäude rangiert, um be- oder entladen zu werden. Meist ist die Andockstelle eine Laderampe auf Höhe der Lastwagen-Ladefläche.

Anpassrampe

Eine Anpassrampe ist eine Verladerampe mit vertikal und horizontal beweglicher Brücke, die sich an die Ladungsöffnung eines Transportmittels (z.B. LKW, Bahn) anschließt.

API Management

API steht für „Application Programming Interfaces“ und beschäftigt sich mit Schnittstellen zur Anwendungsprogrammierung.

Programmierschnittstellen sind relevant für den Austausch und die Weiterverarbeitung von Daten zwischen verschiedenen Websites, Programmen und Content-Anbietern.

Für Industrie 4.0 ist API deshalb so wichtig, weil viele verschiedene smarte Gadgets Content auf unterschiedlichen Plattformen bereitstellen und sie miteinander verknüpft werden müssen.

Arbeitskosten

Der Standortfaktor Arbeitskosten beinhaltet alle Kosten, die durch menschliche Arbeit, also durch Arbeitskräfte in einem Betrieb, entstehen. Die Arbeitskosten gehören zu den produktionsbezogenen Standortfaktoren und sind in Ballungsgebieten häufig höher als in abseits gelegenen Regionen. Da sich die Arbeitskosten im produzierenden Gewerbe oft von der Arbeitskostenhöhe des Dienstleistungsgewerbes unterscheiden, wird der Standortfaktor Arbeitskosten in diesen beiden Bereichen unterschieden und separat ausgewiesen. Bestandteile:

  • Lohn- bzw. Gehaltskosten
  • gesetzliche und freiwillige Leistungen wie Urlaubsgeld, Sozialversicherungsbeiträge usw.

Die Höhe der Arbeitskosten ist ein wichtiger Faktor bei der Auswahl eines geeigneten Standortes und daher im Rahmen einer Standortanalyse von entscheidender Bedeutung.

Arbeitslose

Arbeitslose sind Arbeitsuchende, die vorrübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige Beschäftigung von mindestens 15 Stunden wöchentlich suchen, den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters zur Verfügung stehen und sich bei einer Agentur für Arbeit oder einem Jobcenter persönlich arbeitslos gemeldet haben und damit als registrierte Arbeitslose geführt werden (vgl. SGB III).

Quelle: Statistisches Bundesamt

 

Siehe auch

Augmented Reality

Bezeichnet im Gegensatz zu Virtual Reality nicht die Wahrnehmung einer komplett künstlichen Welt, sondern die künstliche Erweiterung der realen Welt.

Mithilfe von Gadgets, etwa Smart Glasses, kann Augmented Reality wahrgenommen werden.

Anwendungsbeispiel: Jemand ist mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs und fährt zu einer bestimmten Adresse. Das Smart Glass ergänzt die reale Welt visuell durch Pfeile und Entfernungsangaben und lotst den Radfahrer zu seinem Ziel.

Automatische Kleinteillager

Es handelt sich hierbei um automatisches System zur Lagerung kleinvolumiger Einheiten, meist Behälter, mit geringem bis mittlerem Gewicht.

Wenn Behälter auf Tablaren gelagert werden, wird auch vom Tablarlager gesprochen. Ein automatisches Kleinteillager (AKL) ist immer automatisiert.

Es besteht in der Regel aus:

  • einem Regalsystem mit einer oder mehreren Gassen und einem Regalbediengerät (RBG) je Gasse
  • Kleinteilbehältern, Tablaren oder anderen Ladehilfsmitteln in bzw. auf denen die Kleinteile gelagert sind
  • einem oder mehreren Kommissionierplätzen
  • Fördertechnik, um die Behälter vom RBG zum Kommissionierplatz und zurück zu fördern
  • einem Bestückplatz, an dem Lagerbehälter gefüllt werden
  • Steuerungssoftware, um zu vorgegebenen Aufträgen die entsprechenden Auslageraufträge zu generieren.

 

Das Lagerverwaltungssystem übermittelt der Steuerungssoftware, welche Lagerbehälter an den Kommissionierplatz zu transportieren sind und sorgt dafür, dass die entsprechenden Lagerbehälter vorgefahren werden. Ein Kommissionierer entnimmt nach Vorgabe die Teile aus dem Behälter und legt sie in die Zielbehälter. Anschließend wird der Behälter wieder zurück in das Regal befördert.

Bei geringem Umschlag können zwei oder noch mehr Behälter in einem Fach stehen. Bei sehr hohen Umschlagsleistungen stattet man das RBG mit mehreren Lastaufnahmemitteln aus. Die Lagerung erfolgt in Behältnissen (Kassetten, Kästen, Lagerwannen). Diese werden in Regalen auf Auflagekonsolen oder ähnlichem möglichst unter voller Nutzung der Raumhöhe gelagert. Das Regalsystem wird überwiegend von automatischen Regalbediengeräten mittels Ziehtechnik (Ein- und Auslagerung) bedient. Verschiedentlich werden hierfür auch Aushubtechniken verwandt, die mehr Fachhöhe und somit mehr Raum durch den zusätzlichen Hub benötigen. Unterstützt werden die Ein- und Auslagerungen von einem Rechner. Die Dateneingabe für den Rechner erfolgt über Tastatur, Strichcode oder Klarschriftleser. Der Lagerkomplex kann durch Verkleidungen hermetisch gekapselt werden (Verschmutzung eingeschränkt, unerlaubte Entnahme verhindert).

Barcode

Strichcode oder Balkencode; opto-elektronischer Datenträger. Nach einer standardisierten Kodierung werden Striche und Lücken unterschiedlicher Breite gedruckt, die von Barcodelesegeräten gelesen und dekodiert werden können.

Bauleitplanung

Die Bauleitplanung zeigt die bauliche Entwicklung einer Gemeinde auf.

Sie hat zwei Aufgaben: Zum einen dient sie dazu, die zu bebauenden Gemeindeflächen darzustellen und zum anderen zeigt sie die vorhergesehene Nutzungsart der Flächen auf. Mit der Bauleitplanung wird somit die städtebauliche Entwicklung einer Gemeinde gelenkt.

Die Bauleitplanung besteht aus zwei Phasen. Die vorbereitende Entwicklungsphase ist die Erarbeitung von einem Flächennutzungsplan. Dieser gibt Auskunft über die beabsichtigte Nutzung des zu bebauenden Gebietes in einer Gemeinde. Darauf gekennzeichnet sind vor allem die Neubaugebiete. Der Flächennutzungsplan ist jedoch nicht verpflichtend. Anders die zweite Phase der Bauleitplanung, der Bebauungsplan. Er ist verbindlich, beschränkt auf eine spezifische Region einer Gemeinde und legt die Bebauungsart der Grundstücke fest.

Im Bebauungsplan ist ebenso das Maß an Bebauung abzulesen. Darüber hinaus informiert er über die Grundflächenzahl sowie die Gebäudehöhe und zahlreiche weitere Vorgaben. Generell stellt jede Gemeinde selbst die Bauleitplanung auf. Allerdings müssen Vorgaben, Vorschriften und Normen von Verwaltungsbehörden und der Justiz eingehalten werden.

Baunutzungsverordnung

Offiziell heißt die Baunutzungsverordnung (BauNVO) Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke.

In der BauNVO in Deutschland ist festgesetzt, nach welcher Art und Maßgabe ein Grundstück baulich genutzt werden kann. Die Baunutzungsverordnung gilt grundsätzlich nur für Flächen, für welche ein Bebauungsplan existiert.

Die Baunutzungsverodernung besteht aus fünf Abschnitten:

  1. Art der baulichen Nutzung
  2. Maß der baulichen Nutzung
  3. Bauweise, überbaubare Grundstücksfläche
  4. (weggefallen)
  5. Überleitungs- und Schlußvorschriften

 

Siehe auch:

Bebauungsplan

Ein Bebauungsplan wird von der Gemeinde festgelegt und gibt Informationen über das Grundstück und die Gebäudeart.

Er zeigt Art und Maß eines Baugrundstücks sowie die damit zusammenhängende Nutzung. Er wird von der Gemeinde aufgestellt und kann von jedermann eingesehen werden – zum Beispiel im Bauordnungsamt, im Stadtplanungsamt oder in der Gemeindeverwaltung.

Ein Bebauungsplan gliedert sich in eine Planungsskizze und einen Text über die Strukturierung, Ziele und Zwecke des Grundstücks. Darüber hinaus unterscheidet man zwischen einem „qualifizierten Bebauungsplan“ und einem „einfachen Bebauungsplan“. Ein qualifizierter Bebauungsplan enthält genauere Informationen über die bauliche Nutzung, das eigentliche Baufeld und die örtlichen Verkehrsflächen. Der einfache Bebauungsplan zeigt nur die Gebietsart und die Baugrenzen auf. 

Unter der Art der baulichen Nutzung versteht man den Typ der Gebäude. Da meistens ein Bebauungsplan für ein ganzes Gebiet angelegt wird, ist daraus zu lesen, ob es als reines Wohn-, Industrie- oder Mischgebiet vorgesehen ist.

Das Maß der Bebauung legt hauptsächlich die Grundflächenzahl fest, informiert aber ebenso über die Anzahl der Stockwerke, die Gebäudehöhe und die Fläche der Geschosse. Ein weiteres Detail sind Baugrenzen und -linien sowie anderweitige Vorschriften, wie etwa die Dachneigung oder die Bepflanzungsordnung.

Begegnungsverkehr

Beim Begegnungsverkehr im Güterverkehr fahren 2 Fahrzeuge zeitlich abgestimmt zwei räumlich gegenläufige Touren, also aufeinander zu. An einem vorher festgelegten Treffpunkt, z.B. einem Autobahnrastplatz, tauschen sie ihre Ladung untereinander aus.

Behälterregal

Regal zur Lagerung standardisierter Behälter. Für diese Behälter wurde das Regal, bezogen auf die Behältergrößen und -formen, speziell ausgerichtet.

Belegloses Kommissionieren

Auf papierlosen Daten Übertragungstechniken wie EDV, Funk, etc. beruhendes Kommissionieren nachgefragter Artikel. Die beleglose Kommissionierung kann online oder offline stattfinden. Es ist wichtig, diese Kommissionierungsart gut auf die betrieblichen Prozesse abzustimmen, da sie viel Organisationsaufwand involviert.

Möglichkeiten des beleglosen Kommissionierens sind beispielsweise:

  • Pick by Scan oder Barcode
  • Pick by Voice, Vision, RFID (Funk) oder Light
  • über mobile Datenterminals

Beschaffungsbez. Standortf.

Beschaffungsbezogene Standortfaktoren

Beschaffungsbezogene Standortfaktoren umfassen Faktoren, die im Zusammenhang mit sämtlichen notwendigen Beschaffungen hinsichtlich der Erbringung  der unternehmerischen Leistung stehen. Dazu gehören:

  • Infrastruktur
  • Angesiedelte Branchen (Nähe zu Lieferanten und Kunden)
  • Fördermittel und -programme
  • Verfügbarkeit von Arbeitskräften
  • Arbeitskosten
  • Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
  • Forschungseinrichtungen

Die beschaffungsbezogenen Standortfaktoren sind den harten Standortfaktoren zuzuordnen und müssen je nach Unternehmen und Branche hinsichtlich ihrer Bedeutung unterschiedlich gewichtet werden.

Siehe auch:

Beschaffungslogistik

Die Beschaffungslogistik hat im Unternehmen eine Schnittstellenfunktion inne, bei der die Bereiche Logistik und Beschaffung miteinander verknüpft werden: Sie soll sicherstellen, dass im Unternehmen alle benötigten Güter pünktlich, in der richtigen Menge und in der passenden Qualität zur Verfügung stehen. Die Beschaffungslogistik umfasst damit alle Aufgaben und Maßnahmen von Einkauf über Transport bis hin zum Wareneingang.

Beschäftigte

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte umfassen alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die kranken-, rentenversicherungs­pflichtig und/oder beitragspflichtig nach dem Recht der Abeitsförderung sind oder für die Beitragsanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung oder nach dem Recht der Arbeitsförderung zu zahlen sind. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer üben ihre Haupttätigkeit auf vertraglicher Basis für eine Arbeitgeberin bzw. einem Arbeitgeber in einem abhängigen Arbeitsverhältnis aus und erhalten hierfür eine Vergütung.

 

Siehe auch

Bestand

Der Bestand ist die Gesamtmenge an Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffen und halbfertigen Erzeugnissen, die vom Unternehmen für die Produktion benötigt und deshalb auf Lager gehalten wird.

Wird während der Produktion von Waren und Gütern ein zuvor definierter Meldebestand erreicht, erfolg eine neue Bestellung entsprechender Stoffe. Zudem halten Unternehmen in der Regel einen Sicherheitsbestand, der nicht unterschritten werden sollte.

Bestandsimmobilie

Eine Bestandsimmobilie nennt man eine Immobilie, die bereits existiert und in Benutzung ist. Im gewerblichen Bereich sind dies oft Lagerhallen, Büroräume oder Produktionshallen.

 

Siehe auch:

Bestandsmanagement

Das Bestandsmanagement umfasst sämtliche Aktivitäten, Handlungen und Entscheidungen, die sich auf den Lagerbestand, auswirken. Das Ziel des Bestandsmanagements ist die Reduzierung von Lagerbeständen zur Kosteneinsparung und Erhöhung der Flexibilität.

Das Bestandsmanagement beinhaltet drei Prozesse:

  • Bedarfsplanung: Die Ermittlung des zukünftigen Bedarfs
  • Bestandsplanung: Die Festlegung der für das Unternehmen notwendigen Bestände wie dem Sicherheitsbestand und dem Bestellauslösebestand
  • Beschaffungsplanung: Die Festlegung der Bestellpolitik, also die Definition von Bestellzeitpunkten und -mengen pro Artikel

Bestandsreichweite

Kenngröße für die relative Höhe von Beständen. Sie gibt die Anzahl Tage an, die ein Material noch ausreicht, um die vorhandenen Bedarfe zu decken, wenn ausschließlich der aktuelle Werksbestand betrachtet wird.

Betonfundament

Ein gutes Betonfundament ist wichtig für die Stabilität eines Gebäudes und stellt eine wichtige Grundlage für Lagerhallen und Gewerbeimmobilien dar.

Das Material ist sehr robust, hat eine hohe Druckbeständigkeit und spielt damit eine große Rolle beim Ableiten der Lasten eines Gebäudes.

Welche Art von Betonfundament gegossen wird, hängt ganz vom Untergrund und der Belastungsintensität ab:

  • Streifenfundament: bei geringer Traglast, befindet sich meist nur unter Wänden
  • Einzelfundamente: bei punktueller Last, häufig verwendet für Pfeiler und Stützen
  • Fundamentplatte: wenn kein tragender Grund oder unterschiedliche Bodenarten vorhanden, gewährleistet eine bessere Verteilung der Belastung

Die Betonplatte bildet den Abschluss. Das Betonfundament erweist sich als noch beständiger, wenn eine Stahlarmierung miteingearbeitet wird. Dieser sogenannte Stahlbeton leitet die Zugkräfte optimal ab und der Boden hält einer hohen Beanspruchung durch z. B. schwere Lieferfahrzeugen bestens stand. Hierbei ist auch die Dichte des Betons entscheidend. Je höher die Bezifferung des Materials, desto höher die Festigkeit des Betonfundaments. ​​

Betriebskosten

Betriebskosten sind Nebenkosten, die im Zusammenhang mit dem Betrieb einer Immobilie entstehen. Sie sind regelmäßige, fortlaufende und wiederkehrende Kosten und entstehen bei jedem Immobilieneigentum, beim Gebrauch bzw. der Nutzung.

Diese darf der Eigentümer beim Vermieten einer Gewerbefläche, eines Gewerbeobjekts oder einer Anlage auf den Mieter übertragen, was als „Umlegen“ bezeichnet wird. Alles, was der Vermieter zu den Betriebskosten zählt und somit abrechnet, muss im Mietvertrag festgelegt sein. Jedoch darf der Vermieter nur Aufwendungen als Betriebskosten veranschlagen, die laut Betriebskostenverordnung als solche definiert sind. Dazu zählen beispielsweise die Grundsteuer, Heizkosten, Unkosten für die Wasserversorgung und -erwärmung, Müllentsorgung, Abwasser, Straßenreinigung, Aufzugskosten, Hausreinigung, Gartenpflege, sämtliche Beleuchtungen im öffentlichen Bereich und gewisse Gebäudeversicherungen. Anfallende Reparaturen und Verwaltungsgebühren gelten nicht als Betriebskosten.

Dem Eigentümer stehen drei gesetzlich gültige Varianten der Abrechnung zur Verfügung. Bei der Betriebskostenvorauszahlung wird ein monatlicher Anteil berechnet und am Ende des Jahres eine konkrete Rechnung der Betriebskosten aufgestellt. Je nach Summe muss der Eigentümer Kosten erstatten oder der Mieter eine Nachzahlung leisten. Im Falle der Betriebskostenpauschale zahlt der Mieter eine monatliche Pauschale mit der alle Ausgaben als abgegolten zählen. Die letzte Option ist die Teilinklusivemiete. Dabei wird ein Teil der Kosten bereits in die Miete integriert. Verbrauchsabhängige Ausgaben, wie etwa Heiz- und Warmwasserkosten, dürfen darin nicht verrechnet werden.

Blindeinlagerung

Blindeinlagerung ist die Einlagerung von Waren ohne diese zu identifizieren. Dies erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Bis dahin werden die Waren neutral behandelt.

Blocklager

Ein Blocklager ist ein Bodenlager, in welchem Paletten, Kartons oder Kisten ohne Regale oder ähnlichen Vorrichtungen gelagert werden können. Die Waren werden auf Paletten (bei druckunempfindlichen Waren), in Kartons oder Kisten auf- und nebeneinander in Blöcken und Stapeln gelagert.

Diese Art von Lager kann im Rahmen der Lagerkonfiguration des RELAG-System definiert werden.

Im Bereich der Lagerhaltung ist es also ein Warenlager, in dem stapelfähige Kisten, Kartons oder Paletten direkt – ohne Regale oder andere Vorrichtungen – übereinander und ggf. nebeneinander in Blöcken gestapelt werden. Bei in sich stabilen und nicht druckempfindlichen Gütern (beispielsweise gestapelten Sandsäcken) genügen Paletten ohne Aufbauten. Bei instabilen und druckempfindlichen Gütern werden Aufbauten oder Boxpaletten (so genannte „Palettenboxen“) benötigt.

Typische Beispiele für Waren, die sich zur Blocklagerung eignen, sind generell stapelfähige Palettenwaren, Getränke, Fässer oder Reifen. Die Blöcke eines Lagers können wiederum in kleinere Einheiten, die Zeilen, untergliedert werden. Diese Zeilen werden in der Regel als Ordnungsmerkmal, als Lagerplatz verwendet.

Blocklagerung ist geeignet für Güter mit mittlerem bis hohem Bestand je Artikel. Die Blocklagerung sollte sortenrein sein.

Blockstapelung ist variabel, da sich ein Blocklager jederzeit verändern lässt. Dadurch ist es auch relativ preisgünstig, da keine zusätzlichen Kosten für Palettenregale anfallen. Weiterhin ist der Platzbedarf bei guter Übersichtlichkeit relativ gering, es ist für Güter mit niedriger Zugriffshäufigkeit und gleichzeitig hohen Entnahmemengen geeignet.

Nachteile sind ein schlechter Einzel- bzw. Dirkektzugriff auf ganz bestimmte Güter und die Schwierigkeit, das FIFO-Prinzip zu gewährleisten. Auf der anderen Seite fallen geringere Kosten für das Lager an und es ist flexibel veränderbar.

Bonded Warehouse

auch: Zolllager

In einem Bonded Warehouse werden noch unverzollte Güter aufbewahrt, und zwar unter dem so genannten "amtlichen Zollverschluss". Die Güter dürfen erst dann aus dem Lagerhaus genommen werden, wenn Zölle und sonstige Abgaben beglichen wurden.

Breitganglager

Breitganglager mit Palettenregalen für die Bedienung mit Front- und Schubmaststaplern sind die mit Abstand am häufigsten eingesetzte Anwendung im Lagerbereich.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind quasi unbegrenzt, da durch ergänzendes Zubehör für die Regaleinrichtungen selbst unterschiedlichste Güter eingelagert werden können.

Moderne Schubmaststapler erreichen Hubhöhen bis 11.000 mm bei Gangbreiten von 3.200 mm.

Die Vorteile dieser Lagerart sind: Beliebiger Zugriff auf alle Artikel, für hohe Umschlagleistungen geeignet, flexibel durch Ausbaumöglichkeiten (z.B. mit Kommissionierebenen), anpassungsfähig an geänderte Sortimentsstrukturen.

Je nach Palettengewicht und Anzahl der Lagerebenen, lassen sich die Varianten 2-, 3- oder 4-Platzlagerung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten optimieren.

Bühnenanlagen

Die Bühne ist in den meisten Fällen eine selbsttragende, begehbare und teilweise befahrbare Stahlbaukonstruktion.

Sie stellt eine zusätzliche aufgeständerte Fläche innerhalb eines Raumes dar. Auf oder unterhalb der Bühne können alle Lagerungsarten zum Einsatz gelangen. Die Bühnenkonstruktion ist den Erfordernissen des Betreibers anzupassen.

Die Bühnenebene wird über Treppen und/oder Aufzüge erreicht. Weiterhin können Gabelstapler je nach Platzverhältnissen die Bühnenebene mit Ladeeinheiten beschicken.

Für hohe Flächenbelastungen (>1000 kg/m²) werden teilweise Fertigbetonplatten als Bühnenbelag auf die Stahlbaukonstruktion gelegt. Die Bauteile der Bühnenkonstruktion werden zum Teil serienmäßig hergestellt. Ein großer Teil wird durch Variantenfertigung angepasst.

Bulk Goods

auch: Massengüter, Massenware, Bulkware.

Bulk Goods ist Ware, die unverpackt in großen Mengen transportiert wird, wie beispielsweise Flüssigkeiten, Getreide, Petroleum, Kohle oder Kies. Es gibt trockene oder flüssige Massenware.

Bündelung

Bündelung beschreibt die Konsolidierung bzw. das Zusammenfassen von Warenströmen.

Die Art der Bündelung ist dabei abhängig vom Prozessschritt: Im Vorlauf spricht man von der Beschaffungsbündelung, ab Zentrallager von der Bestandsbündelung, im Haupt- und Nachlauf handelt es sich um die Distributionsbündelung und im Wareneingang und der Warenprüfung geht es um die Funktionsbündelung.

Büroeinrichtung

Eine Büroeinrichtung umfasst Möbel, technische Geräte und Büroartikel.

Die richtige Büroeinrichtung ist das A und O für einen optimalen Arbeitsplatz. Sie wird je nach Bedarf auf die Tätigkeit der Angestellten ausgerichtet. Sitzen die Mitarbeiter beispielsweise lange am Schreibtisch, empfehlen sich ergonomisch geformte Bürostühle. Müssen die Angestellten programmieren oder zeichnen, ist ein höhenverstellbarer Schreibtisch sinnvoll. Hier können die Mitarbeiter sowohl im Sitzen als auch im Stehen arbeiten.

Zu einer Büroeinrichtung gehören neben Schreibtischen und Stühlen auch Utensilien wie Regale, Lampen, ein PC, Telefon, Drucker, Kopierer und diverse andere Büroartikel. Hierzu zählen beispielsweise Ordner, Büroklammern und Locher.

Insgesamt ist es wichtig, mit der Büroeinrichtung eine gute Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Dies wird mit einer abgestimmten Büroausstattung sowie durch Farben und Licht bei der Raumgestaltung erzielt. Ein helles Büro wirkt automatisch freundlicher.

Bürozellen

Bürozellen sind eine Büroart, in der es abgeteilte Arbeitsplätze für ein bis zwei Personen gibt.

Es sind Büros mit einer kleinen Fläche, die für ein bis maximal zwei Personen ausgerichtet sind. Dieser Bürotyp zählt bei geringem Platzangebot als häufige Büroart. Es können entweder kleine, komplett geschlossene Räume sein oder ein mit einer halbhohen Trennwand abgeteilter Platz in einem großen Raum. Sind die Bürozellen mit einem PC ausgestattet, werden sie in der Regel mit rund 10 m² Fläche für eine Person berechnet.

Daraus ergeben sich Vor- und Nachteile: Bürozellen gewährleisten ein konzentriertes Arbeiten, da sie störende Einflüsse minimieren. Allerdings erschwert dieser Bürotyp die interne Kommunikation im Unternehmen und bietet nicht viel Bewegungsfreiheit.

Business to Business (B2B)

Business to Business, auch B2B, beschreibt den Geschäftsverkehr zwischen Dienstleistern und Unternehmen untereinander. Anders als im Business to Consumer (B2C), worunter die Geschäftsbeziehung mit Privatpersonen fällt.

Business to Consumer (B2C)

Business to Consumer, auch B2C, beschreibt die Geschäftsbeziehung von Unternehmen mit Privatpersonen bzw. dem Endverbaucher. Anders als im Business to Business (B2B), wo es um die Geschäftsbeziehung von Unternehmen untereinander geht.

Chaotische Lagerhaltung

Die Artikel oder Lagereinheiten haben keine feste Lagerplatzzuteilung.

CIF

Cost, Insurance, Freight. Kosten, Versicherung Fracht (Incoterm)

CIP

Carriage and Insurance paid to. Frachtfrei versichert (Incoterm)

CKD

Der Begriff CKD steht für Completely Knocked Down und stammt ursprünglich aus der Automobilbranche. Mittlerweile wird dieses Transport- und Herstellungsverfahren aber auch für andere Güter wie bspw. Möbel oder Maschinen verwendet.

Bei dieser Methode ist das Produkt während des Transports vollständig in seine Einzelteile zerlegt und wird erst in seinem Bestimmungsland zum fertigen Produkt montiert. Diese Versandmethode wird häufig wegen hoher Einfuhrtarife oder zollrechtlicher Bestimmungen gewählt, denn Einzelteile benötigen weniger Platz als ein fertiges Produkt. Aber auch dann, wenn die Fertigung aufgrund des Erschließens eines neuen Absatzmarktes verlagert werden soll, da auf diese Weise einzelne Phasen der Fertigung schrittweise verlagert werden können.

 

Es gibt in der Logistik drei Zerlegungsgrade für die Zerlegung eines Produkts in Einzelteile:

SKD (Semi Knocked Down) bzw. MKD  (Medium Knocked Down)  >  PKD (Partly Knocked Down)  >  CKD (Completely Knocked Down)

 

Container

Genormter Behälter für den Transport und die Aufbewahrung von Gütern

CPFR

Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment: Branchenübergreifendes Geschäftsmodell zur Optimierung gemeinsamer unternehmensübergreifender Elemente der Planungsprozesse auf der Basis transparenter Informationen zwischen den Beteiligten der Supply Chain.

CPT

Carriage Paid To. Frachtfrei (Incoterm)

CRM

Customer Relationship Management; Unternehmensweite Strategie zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit durch konsequente Erfassung und Steuerung aller Kundenkontakte.

Cross-Dock

DAF

Delivered At Frontier. Geliefert Grenze (Incoterm)

DDP

Delivered Duty Paid. Geliefert verzollt, der Verkäufer trägt alle Kosten und Gefahren bis Bestimmungsort (Incoterm)

DDU

Delivered Duty Unpaid. Geliefert ohne Einfuhrzoll, der Verkäufer trägt alle Kosten und Gefahren bis Bestimmungsort (Incoterm)

DEQ

Delivered Ex Quay. Geliefert ab Kai im Bestimmungshafen, verzollt. (Incoterm)

DES

Delivered Ex Ship. Geliefert ab Schiff im Bestimmungshafen, ohne Einfuhrzoll (Incoterm)

Digitaler Zwilling / Digitales Abbild einer realen Maschine

In einer virtuellen Umgebung stehen bereits vor und während der Umsetzung von Fertigungsstraßen und –anlagen Informationen und 3D Visualisierung der Anlage zur Verfügung.

Auf diesem Weg kann man die Anlage programmieren, bevor sie in der Produktion steht. Auch Abläufe können so simuliert werden.

Disposition

Organisationseinheit verantwortlich für den termin- und mengengerechten Warenbezug

Distribution

Alle Prozesse, die zwischen Produzenten und Händlern bis hin zum Konsumenten im Absatzkanal ablaufen

Distributionscenter

Ort, an dem Ware gelagert und umgeschlagen sowie in der Regel kunden- bzw. auftragsspezifisch zusammengestellt wird. Der Schwerpunkt der Distributionszentren liegt auf makrologistischen Funktionen, insbesondere dem Zeitausgleich. Hier wird auch oft Cross-Docking betrieben.

Distributionslager

Das Distributionslager verbindet logistische Funktionen, wie Wareneingänge, Lagerhaltung, Komissionierung, Warenversand, Umschlag und Transport. Die vollständige Warenmenge von Fertig- und Handelswaren erleichtert die auftragsspezifische Zusammenstellung  für den Versand. Distributionslagerhallen sind in der Regel größer als 10.000 m² und haben eine Höhe von mehr als 10-12 m Unterkante Binder. Des Weiteren wird zwischen regionaler Belieferung (Handelsunternehmen) und überregionaler Belieferung (Ersatzteil- bzw. After-Sales-Bereich) unterschieden.

Distributionslogistik

Die Distributionslogistik, auch Vertriebs- oder Absatzlogistik genannt, verknüpft die Tätigkeiten von Lager, Umschlag und Transport und begleitet diese von vor der Produktion bis hin zum Abnehmer. Dabei spielen Aktivitäten, wie Entscheidungen, Informationsaustausch, Steuerung und Kontrolle eine große Rolle, sodass ein reibungsloser Ablauf bis hin zum Vertrieb gewährleistet werden kann. Distributionsaufgaben gliedern sich in drei Bereiche, in strategische, taktische und operative. Die strategische Aufgabe besteht vor allem darin, seine Absatzwege (Weg der Ware von Produktion bis Verbrauch) und –organe (beispielsweise Außendienstmitarbeiter oder der Einzelhandel) zu strukturieren. Bei den taktischen Aufgaben, wird überlegt, ob die Waren mit dem eigenen Fuhrpark ausgeliefert werden, oder ob es kostengünstiger ist, den Transport extern zu vergeben. Operative Aufgaben bestehen wiederum aus dem Transport, dem Verpacken oder der Tourenplanung. Abschließend ist festzuhalten, dass mit einer optimalen Distributionslogistik, kann erstens der Kunde seine Ware so schnell und bequem wie möglich erlangen, können zweitens die Betriebskosten minimiert werden und kann drittens der Produzent bestmöglich auf die Vermarktung seiner Produkte einwirken.

Doppelboden

Ein Doppelboden ist ein Bodenkonzept, das aus zwei übereinander liegenden Bodenschichten besteht.

Die zwei übereinander gelegten Böden in einem Raum, ergeben einen Hohlraum, der dazwischen entsteht. Daher eignet sich dieses Bodenkonzept vor allem, um Leitungen, beispielsweise für Strom und Telefon, zu verlegen. Um an diese weiterhin zu gelangen, ist der obere Doppelboden leicht zu öffnen.

Ein weiterer Vorteil dieses Bodensystems ist der Ausgleich bei Unebenheiten. Ist der untere Boden uneben, wird der obere so angepasst, dass die darauf liegende Fußbodenfläche ebenerdig wird. Das funktioniert durch eingelassene und höhenverstellbare Doppelbodenstützen aus Stahl.

Bevorzugt wird Holz als Material für den Doppelboden gewählt. Doch auch Stahl, Zementfaserplatten oder Gips werden genutzt. Durch den Hohlraum passt das Konzept sehr gut bei Technikräumen oder auch Büros mit PCs.

Ein Pluspunkt ist die wärmedämmende Wirkung der Doppelböden. Ebenso können Sie aus dem richtigen Material auch Bränden entgegenwirken. Genauso dient ein Doppelboden durch viele kleine Löcher und den Hohlraum der Luftzirkulation. Es entsteht dadurch ein Luftkanal.

Durchlaufregallager

Durchlaufkanäle für Paletten, Behälter o. ä., die nebeneinander und/oder übereinander angeordnet sind. Die Paletten oder Behälter bewegen sich auf geneigten Rollenbahnen aufgrund der Schwerkraft zu den Entnahmestellen, wo die Kommissionierung erfolgt. Die Beschickung erfolgt von der anderen Seite der Rollenbahn, wodurch das Prinzip First in First out gewährleistet ist.

Durchlaufzeit (DLZ)

Zeitdauer zwischen Beginn der ersten Aktivität und dem Ende der letzten Aktivität, bezogen auf eine bestimmte Aktivitätsfolge.

E-Commerce

Alle außerorganisatorischen Transaktionen, die elektronisch abgewickelt werden und zum Kauf/Verkauf eines Gutes führen. Starke Betonung zum Konsumenten.

E-Procurement

E-Procurement beschreibt die Gesamtheit der Beschaffungspolitik und -strategie, die unter Einsatz elektronischer Beschaffungsinstrumente die Elementarfaktoren (Sachmittel, Betriebsmittel und objektbezogene menschliche Arbeit) zur Leistungserstellung von Produkten und Dienstleistungen bereitstellt. E-Procurement basiert oft auf Internet Platformen.

EDI

Electronic Data Interchange: Überbegriff einer Vielzahl technischer Standards, die eine elektronische zwischenbetriebliche, wenig fehlerbehaftete Datenübermittlung in hochstrukturierter Form zur computergestützten Weiterverarbeitung bewerkstelligen.

Einbaustrahler

Einbaustrahler sind moderne und platzsparende Lichtquellen für Wohnung und Büro und auch bekannt als „Downlight“.

Sie werden immer beliebter. Eingelassen in die Decke oder den Boden, sind die kleinen Lampen sehr platzsparend. Dennoch fungieren sie als volle Lichtquelle, weshalb sie gerne in Büro- und Wohnräumen verwendet werden. Darüber hinaus rückt ein Einbaustrahler Wohngegenstände wie Bilder oder Möbel in den Mittelpunkt.

Noch ein weiterer Vorteil: Einbaustrahler eignen sich sowohl für den Innen-, als auch für den Außenbereich. Nutzen Sie die Leuchten beispielsweise als fest integrierte Lichter für Ihre Terrasse oder Ihren Balkon.

Einbaustrahler sind genauso vielfältig wie klassische Deckenleuchten. Sie erhalten sie in verschiedenen Formen und Materialien, mit Halogenlampe oder LED-Leuchte. Halogenstrahler erzeugen ein sanfteres Licht, wobei LED-Lampen energiesparender sind.

Auch die Glasscheiben der Strahler variieren. Sie bekommen zum Beispiel klare oder milchige Gläser.Neben den unterschiedlichen Leuchtmittelen und Glasvarianten, gibt es technische und qualitative Unterschiede. Einbaustrahler mit dem ENEC-Zeichen halten die europäische Sicherheitsnorm ein. IP44 bezeichnet Einbaustrahler, die sich für Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie etwa das Badezimmer, eignen.

Einzelhandelskaufkraft

Für Unternehmen aus dem Handelssektor ist die Einzelhandelskaufkraft ein wichtiger Standortfaktor im Rahmen der Standortanalyse. Sie spiegelt das Nachfragepotenzial innerhalb einer Region oder eines Standorts für den Einzelhandel oder den Versandhandel wider. Diese Information kann beispielsweise für die Eröffnung einer Filiale oder eines Ladengeschäfts von Bedeutung sein.

Siehe auch:

Ersatzteillager

Der Service steht für den Kunden beim Kauf der Ware an erste Stelle, deshalb ist es ungemein wichtig, dass für den Fall des Schadens oder des Verlusts, ein Ersatz bereit steht. Hier kommen Ersatzteile ins Spiel. Viele Hersteller spezialisieren sich teilweise auf Ersatzteile, da sie mit diesen die höchsten Erlöse erreichen. Um der leichten und schnellen Verfügbarkeit, sowie den Verpflichtungen gegenüber den Geschäftspartnern entlang der Supply Chain zu entsprechen, gibt es sogenannte Ersatzteillager. Ersatzteillager haben einen hohen Automatisierungsgrad und weisen die geringsten Logistikimmobilienkosten aller Lagertypen im Vergleich zu anderen Kosten rund um die Logistik auf.

Ersatzteillogistik

Die Ersatzteillogistik hat als Aufgabe die rechtzeitige Lieferung bzw. Bereitstellung von Ersatzteilen und Betriebsmitteln und deren Lagerung.

Gerade in produzierenden Unternehmen ist die rechtizeitige Bereitstellung von Ersatzteilen für Maschinen essenziell, da ohne geeignete Ersatzteile der Stillstand einer Maschine den Stillstand der kompletten Produktion zur Folge haben kann und somit unter Umständen teuer wird. In Vielen Unternehmen existieren spezielle Lagerräume ausschließlich für häufig benötigte Ersatzteile.

Die Ersatzteillogistik wird auch als Königsdisziplin der Logistik bezeichnet.

Erwerbspersonenpotenzial

auch: Arbeitskräftepotenzial, Arbeitskräfteangebot

Das Erwerbspersonenpotenzial setzt sich zusammen aus der Anzahl der Erwerbstätigen, den Arbeitslosen bzw. Erwerbslosen und der sogenannten Stillen Reserve. Es ist ein Maß für das im Inland zur Verfügung stehende Arbeitskräfteangebot. Die Daten zu Erwerbstätigen und Erwerbslosen bzw. Arbeitslosen liegen aus den amtlichen Statistiken vor. Das Erwerbspersonenpotential wird jährlich vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) geschätzt und publiziert.

Quelle: Statistisches Bundesamt

 

Siehe auch

Erwerbstätige

Erwerbstätige sind nach den Definitionen der internationalen Arbeitsorganisationen (ILO) Personen im Alter von 15 Jahren und mehr, die mindestens eine Stunde pro Woche gegen Entgelt einer beruflichen Tätigkeit nachgehen bzw. in einem Arbeitsverhältnis stehen (Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer) oder selbsttständig ein Gewerbe, einen freien Beruf, ein Handwerk oder eine Landwirtschaft betreiben oder als mithelfende Familienangehörige im Betrieb eines Familienmitgliedes mitarbeiten, ohne dafür Lohn oder Gehalt zu beziehen.

Quelle: Statistisches Bundesamt

 

Siehe auch

Europoolpalette

Durch die europ. Transportunternehmen genormte Ladungsträger (800 x 1200 mm).

Fachbodenregal

Ein Fachbodenregal ist ein Regal, bei dem die jeweilige Lagerung auf so genannten (geschlossenen) Fachböden über mehrere Ebenen pro Feld erfolgt. Den Namen bezieht dieser älteste aller Regaltypen somit von seinem Lastaufnahmemittel, dem Fachboden.

Fachbodenregale bestehen i. d. R. aus serienmäßig hergestellten Bauteilen wie Regalstützen, tragenden Seitenwänden, Fachböden, Versteifungselementen usw. Fachbodenregale werden in erster Linie dort eingesetzt, wo die Bedienung manuell erfolgt. Daraus resultiert eine Standardhöhe von circa zwei Metern (Handregal meistens < 2,1 m Höhe, wenn nicht mit Leitern oder Tritten gearbeitet werden soll).

Zunächst konnte durch Einsatz von Leitern diese Höhe auf circa drei Meter erhöht werden. Wenn die Raumhöhe es zulässt, werden mehrere circa zwei Meter hohe Regaleinheiten zu Geschossanlagen übereinander gesetzt.

Fachbodenregale werden auch als verfahrbare Regale eingesetzt (zum Beispiel Archivregal). Für Höhen bis maximal 12 m werden sie in Verbindung mit Regalfahrzeugen eingesetzt. Sie werden auch für mehrgeschossige Podestanlagen gewählt, wo sie integrierender Bestand für Laufgänge oder Treppen der einzelnen Geschosse sind.

Durch moderne technische Geräte (Regalbediengeräte, Kommissioniergeräte u. ä.) können Fachbodenregale heute auch über 15 Meter hoch sein. Die Bedienung kann dann auch noch manuell vom Gerät aus erfolgen.

Fachbodenregale gehören zu den am weit verbreitetsten Lagersystemen für Kommissionieraufgaben. Sie sind in allen Bereichen von Wirtschaft, Handel und Verwaltung bis hin zum Einsatz im privaten Haushalt und Keller eingesetzt.

Der bevorzugte Werkstoff für die Regalbauteile ist Stahl. Fachbodenregale gehören zu den ältesten Regaltypen. Der Name resultiert aus der Verwendung von Fachböden als Lastaufnahmemittel. Fachbodenregale eignen sich zur Lagerung von unterschiedlichem Ladegut mit und ohne Ladehilfsmittel. Die Bedienung erfolgt meist manuell.

 

 

 

FAS

Free Alongside Ship. Frei Längsseite Schiff (Incoterm)

Feinverteilung

Bezeichnet die Warenverteilung von einem Umschlagspunkt oder Regionallager zum Endverbraucher (Gegensatz: Grobverteilung).

Fertigteilelager

Bei Fertigteilen gilt die Produktion als abgeschlossen. Der Standort der Logistikimmobilie, entweder Industrie- oder Lagerhalle, spielt hier eine wichtige Rolle, da Produktion und Fertigteillager in enger Beziehung stehen, weshalb beide Standorte in unmittelbarer Nähe zueinander liegen sollten.

Flächennutzungsplan

Auf einem Flächennutzungsplan (FNP) ist die unterschiedliche Gebietsaufteilung einer Gemeinde abzulesen. 

Er bildet die Grundlage eines Bebauungsplanes und zeigt grafisch die vorhergesehene Nutzung eines kompletten Gemeindegebietes. Darauf abzulesen sind sowohl geplante Grundstücke für Gemeindeeinrichtungen, Acker- und Grünflächen sowie Wohn- und Gewerbegebiete.

Dabei geht es hauptsächlich um eine zukunftsorientierte Entwicklung, weshalb vorwiegend Neubaugebiete gekennzeichnet sind. Ein weiterer Bestandteil des Flächennutzungsplanes ist der Erläuterungsbericht, der eine ausführliche Auskunft über diese Ziele gibt. Jedoch ist der Flächennutzungsplan im Vergleich zum Bebauungsplan nicht verbindlich. Wird ein Flächennutzungsplan erstellt oder geändert, ist sowohl die Öffentlichkeit als auch die relevante Behörde zu informieren. Er sollte darüber hinaus an regionale Begebenheiten angepasst sein und muss final von der entsprechenden Verwaltungsbehörde abgesegnet werden. Anschließend hat der Flächennutzungsplan eine Gültigkeit von maximal 15 Jahren. Nach Ablauf dieser Zeit wird er erneut überprüft und gegebenenfalls geändert. So soll eine zeitgemäße Entwicklung gewährleistet werden.

Fördermittel und -programme

Eine Vielzahl von Fördermitteln des Bundes und der EU sind in der Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gesammelt und einsehbar. Je nach Vorhaben kann hier nach passenden Fördermitteln gesucht werden.

Siehe auch:

Forschungseinrichtungen

Für Unternehmen, die für ihre eigene Forschung und Entwicklung meist mit privaten oder öffentlichen Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten, kann eine gewisse Nähe zu einem Wissenschaftsstandort ein wichtiger Anhaltspunkt sein. Durch die Ausrichtung einer Forschungseinrichtung kann diese die Ansiedlung bestimmter Wirtschaftszweige begünstigen.

Siehe auch:

Fourth Party Logistics

auch: 4PL

Neutraler Mittler zwischen Auftraggeber und verschiedenen Dienstleistern, die entlang der kompletten Logistik- und Lieferkette tätig sind. Das Ziel ist die Bündelung von Dienstleistungsangeboten zu einem optimalen Gesamtpaket.

Fulfillment

auch: Fulfilment

Fulfillment bezeichnet die komplette Auftragsabwicklung im E-Commerce ab dem Zeitpunkt der Bestellung.

Aufgaben, die das Fulfillment ganz oder teilweise umfasst:

  • Lagerung
  • Kommissionierung
  • Transport
  • Auslieferung
  • Bezahlung
  • After-Sales-Aktivitäten
  • Retourenmanagement
  • Content-Pflege über das Content Management System
  • Pflege des Onlineshops 
  • Warenwirtschaftssystem

Gefahrstofflager

In einem Gefahrstofflager werden Gefahrstoffe und / oder Güter, die aufgrund ihrer großen Menge, als Gefahrstoff gelten, gelagert. Genauso werden Waren dort gelagert, die im Zusammenhang mit anderen chemischen Stoffen zur Bedrohung werden können. Diese Kategorie von Lager ist durch eine hohe Anforderung an das Bauwerk gekennzeichnet. Hierbei müssen besondere Bestimmungen über bau- oder brandschutztechnische Normen beachtet werden.

Gewerbeflächen und -immobilien

Die Anforderungen an eine Gewerbefläche oder -immobilie seitens eines Unternehmens variieren oft stark. Wichtige Kriterien bei der Wahl des neuen Wirtschaftsstandortes sind neben dem Preis der Gewerbeimmobilie, die Verfügbarbeit der Gewerbefläche, die Verfügbarkeit von angrenzenden Grundstücksflächen sowie deren Nutzart eine entscheidende Rolle. Die Aufstellung der verschiedenen Nutzungsarten von Gewerbeflächen findet man in der Baunutzungsverordnung, kurz BauNVO.

Für Unternehmen unterscheidet die Baunutzungsverodernung (BauNVO) in fünf relevante Nutzungsarten:

  1. Gewerbegebiete
  2. Industriegebiete
  3. Kerngebiete
  4. Mischgebiete
  5. Sondergebiete

Siehe auch:

Gewerbegebiet (GE)

Ein Gewerbegebiet dient in erster Linie der Ansiedlung von Gewerbebetrieben, die vorwiegend nicht erheblich belästigen, zum Beispiel durch Lärm, Geruch oder sonstige Umweltbelastungen. Auch ist ein Wohngebiet strikt von einem Gewerbegebiet zu trennen. Unter den Begriff Gewerbegebiet können auch Industriegebiete (GI), Mischgebiete (MI) oder Sondergebiete (SO) fallen.

Folgende Nutzungsarten ergeben sich beispielsweise für ein Gewerbegebiet:

  • Büro- und Verwaltungsgebäude
  • Gewerbebetriebe
  • Lagerhallen
  • Sportanlagen
  • Tankstellen

 

Siehe auch:

Global Sourcing

Weltweite Beschaffung

Güterverkehr

Gewerblicher Güterverkehr oder Güterkraftverkehr ist der Transport von Gütern und Waren. Dabei gilt:

  • Die verwendeten Kraftfahrzeuge müssen inklusive Anhänger ein minimales  zulässiges Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen haben.
  • Der Gütertransport erfolgt gegen ein Entgelt.
  • Für den Güterverkehr braucht man eine Lizenz vom BAG, dem Bundesamt für Güterverkehr.      
  • Für Internationalen Güterverkehr ist einer Genehmigung der EU notwendig.

 

Siehe auch

Güterverkehrszentrum (GVZ)

Das Güterverkehrszentrum (GVZ) verbindet die verschiedenen Arten des Transportes (Straße, Schiene, Wasser, Luft) und macht die gesamte Verkehrsinfrastruktur für den Gütertransport nutzbar.

Güterverteilzentrum

Ein von einem oder mehreren Wirtschaftsunternehmen betriebenes großflächiges Lagersystem, das vor allem die Einlagerung von Gütern verschiedener Versender sowie eine tourenoptimierte Auslieferung an verschiedene Empfänger als Ziel hat.

Harte Standortfaktoren

Harte Standortfaktoren umfassen diejenigen Faktoren, die direkt das Unternehmen und dessen Wirtschaftlichkeit beeinflussen und gut messbar sind.

Als Beispiele sollten hier genannt werden:

  • Infrastruktur
  • Förderungen und Subventionen
  • Steuern und Abgaben
  • Zugang zu Rohstoffen und Ressourcen
  • Marktinformationen
  • Kaufkraft

 

Siehe auch

 

Hochregallager

Von einem Hochregallager spricht man ab einer Regalhöhe von 12 Metern. Aktuell beträgt die maximale Höhe etwa 50 Meter. Hochregallager bieten enorme Kapazitäten – bis zu einhunderttausend Paletten finden darin Platz.

Die Nutzung von Hochregallagern ist äußerst sinnvoll bei Gegenständen, die schlecht stapelbar oder sehr empfindlich sind. Sie basiert teils auf Kleinteilen sowie teils auf der Ein- und Auslagerung von Paletten. Der hohe Automatisierungsgrad verlangt eine gründliche Bestimmung einer Lager- und Kommisionierstrategie. Bei erfolgreichem Einführen der Strategie, kann die automatische Regalanlage ihren Prozess ohne Komplikationen jederzeit korrekt durchführen. Weiters sind Hochregallager dadurch gekennzeichnet, dass sie auf Kunden- / Mieterwünsche individuell angepasst werden. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „nutzerspezifischen Maßanzug“.   

Hochregallager nutzen die räumlichen Gegebenheiten optimal aus. Meist werden sie vollelektronisch mit einem Lagerverwaltungssystem bewirtschaftet. Innerhalb des Lagers werden die Waren mit Regalbediengeräten (RBG) bedient. Zu den wichtigsten Vorteilen eines Hochregallagers zählen die bestmögliche Raum- bzw. Flächenausnutzung, ein geringer Personalbedarf und die großen Lagerkapazitäten. Darüber hinaus sorgen Hochregallager für Flexibilität, Transparenz und Übersichtlichkeit. Mit Hilfe des Verwaltungssystems können einzelne Gegenstände optimal eingelagert werden.

Das Bestücken beziehungsweise Entnehmen aus einem Hochregallager kann sowohl manuell als auch automatisch erfolgen. In diese Abläufe werden häufig unterschiedliche Schiebe-, Hub- und Fördertechniken integriert, was die Arbeit sehr erleichtert – vor allem, wenn viele Güter häufig verschoben werden müssen. Der optimalste Ablauf wird erreicht, wenn die Güter mit Barcodes versehen werden und man auf diese Weise eine Automatisierung erreicht.

 

HUB and SPOKE System

Umschlagsplätze an Hauptverkehrswegen zur Warenübergabe an regionale Verteiler. Hub - Nabe (Umschlagplatz) Spoke - Speiche (Warenstrom zum Hub).

Industriegebiet (GI)

Ein Industriegebiet ist ein Baugebiet für die Ansiedlung von Produktionsbetrieben. In diesen Gebieten wird ein ortsunübliches Maß an Lärm und Luftbelastung produziert, weswegen die dort ansässigen Betriebe von Wohngegenden ferngehalten werden.

Ein Industriegebiet besitzt eine gute Infrastruktur, die für Schwerverkehr ausgelegt ist. Alternative Begriffe für ein Industriegebiet sind Industriezentrum, Industriestandort oder Industriezone.

 

Siehe auch:

Informationsfluss

Planung, Steuerung und Überwachung aller Informationen, die zur Befriedigung von Kundenbedürfnissen über alle Stufen des Unternehmens notwendig sind.

Inhouse-Logistik

Innerbetriebliche Logistik

Logistiktätigkeiten innerhalb eines Logistik Unternehmens.

Insourcing

Übernahme einer bisher fremden Leistung in die eigene Geschäftsaktivität.

Instandhaltung

Instandhaltung umfasst Maßnahmen, die den ursprünglichen und/oder bestimmungsmäßigen Zustand eines Gebäudes bzw. einer gesamten Einrichtung erhalten.

Instandhaltung besitzt einen vorbeugenden (präventiven) Charakter. Es gilt die Regel: „Wer instand hält, muss nicht instand setzen.“ Zur Instandhaltung zählen Wartungsarbeiten oder Maßnahmen, die Abnutzungserscheinungen beseitigen. 

Die Instandhaltung ist eine der Hauptpflichten jeden Vermieters. Sie ist in § 535 Abs.1 BGB festgeschrieben. Das Mietobjekt muss im vertragsgemäßen Zustand gehalten werden und gebrauchsfähig sein. Der Vermieter verhindert, dass die Nutzung des Gebäudes durch Alterserscheinungen oder Abnutzung beeinträchtigt wird. 

Der Vermieter des Gebäudes ist beispielsweise zuständig, für eine entsprechende Beleuchtung im Treppenhaus zu sorgen, ein defektes Schloss an der Eingangstüre zu erneuern oder die Heizungsanlage funktionsfähig zu halten. Ebenso muss er mögliche Gefahren beseitigen, wie z. B. ein lockeres Treppengeländer oder marode Stromleitungen. Durch regelmäßige Kontrollen überprüft der Vermieter den Zustand des Gebäudes. Er ist allerdings nicht verpflichtet, dem Mieter beispielsweise den durchgelaufenen Teppichboden oder etwas ältere Sanitäranlagen zu ersetzen. 

 

 

Internet of Production

Beschreibt eine echtzeitfähige, sichere Informationsverfügbarkeit zu jeder Zeit an jedem Ort.

Generierte Informationen werden zum multilateralen und volumenstarken digitalen Schatten der Produktion formiert. Durch präzise und kontinuierliche Datenanalyse folgen Mustererkennungen. Mustererkennung ermöglicht eine Prognosefähigkeit zur Entscheidungsunterstützung als zweiten Schritt auf dem Weg zu einer beherrschten Produktion. Durch systematisches Lernen aus den Daten entsteht der erhebliche Zusatznutzen durch das Internet of Production.

Internet of Things

Bezeichnet den zunehmenden Einsatz intelligenter Gegenstände und künstlicher Intelligenz anstelle von traditionellen Computern.

Die Geräte sind untereinander vernetzt, tauschen Daten aus und ermöglichen so eine Reihe von Industrie 4.0 Anwendungen.

Sensorik, beziehungsweise die Ausstattung von Geräten mit Smart Tags spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Interoperabilität

Beschreibt die Fähigkeit unterschiedlicher Systeme, möglichst nahtlos zusammenzuarbeiten.

Interoperabilität gibt es auf technischer Ebene (Kommunikationsstandards), semantischer Ebene (konsistente Grundstrukturen) und menschlicher Ebene (Bereitstellung von Daten auf Plattformen). Im Sinne der Interoperabilität werden Austausch und Widerverwendung von Informationen unter verschiedenen Systemen maximiert.

Intralogistik

auch: Inhouse-Logistik

Intralogistik umfasst alle Material- und Warenflüsse, die sich innerhalb einer Lagerhalle bzw. eines Betriebsgeländes in Handel, Industrie und öffentlichen Einrichtungen abspielen. Klar abzugrenzen ist die Intralogistik zum Warentransport außerhalb eines Betriebes, der beispielsweise durch eine Spedition ausgeführt wird.

Folgende Vorgänge innerbetrieblicher Materialflüsse gehören zur Intralogistik:

  • Planung
  • Einrichtung
  • Durchführung
  • Kontrolle und Optimierung

Unterstützt werden diese Vorgänge durch Informations-, Lagerverwaltungs-, Datenbank- und Warenwirtschaftssysteme, und auch der Personal- und Energieeinsatz gehört zur Intralogistik.

Eine aktuelle Entwicklung im Bereich der Intralogistik ist der zunehmende Einsatz von Robotern beispielsweise entlang der fördertechnischen Systeme (Förderbänder, Produktionsstraßen) und bei der Lagerung.

 

Siehe auch

Investor

auch: Entwickler, Developer

Ein Investor ist eine natürliche oder juristische Person, die Geld mit der Erwartung in etwas investiert, Umsatz damit zu generieren.

Typische Investments sind:

  • Aktien, Anleihen, Wertpapiere
  • Rohstoffe und Edelmetalle
  • Immobilien
  • Fonds
  • Fremdwährungen

Im Falle eines Ivestors, der in eine Gewerbeimmobilie wie beispielsweise eine neue Lagerhalle investiert, ist er derjenige, der den Bau der Lagerhalle finanziert. Die Halle befindet sich somit in seinem Eigentum und wird an einen Nutzer vermietet.

 

Siehe auch:

ISO

International Organization for Standardization

Just in Time (JIT)

Hauptaufgabe einer Just-in-time-Strategie ist es, die gesamte Supply Chain zeitlich auf den Produktionsprozess auszurichten.

Ziel ist die Reduzierung von Kosten durch Versclankung des Wertschöpfungsprozesses zum Beispiel durch geringere Lagerhaltungskosten. Denn in der Just-in-time-Lieferung werden Waren und Materialien erst dann angeliefert, wenn ein Kundenauftrag eingegangen ist. Auch können Unternehmen mit einer Just-in-time-Strategie flexibler auf veränderte Marktsituationen, beispielsweise herbeigeführt durch Aktivitäten der Konkurrenz oder veränderte Kundenbedürfnisse, reagieren.

KEP-Dienstleister

Der Begriff KEP steht für Kurier-Express-Paket-Dienstleister.KEP-Dienstleister transportieren Waren in Paketen, Päckchen, Briefen und Behältern anstelle von Paletten.

  • Kurierdienste haben eine Obergrenze von 3 kg Gesamtgewicht pro Sendung. Außerdem ist die Zustellzeit begrenzt und die Sendung wird durch den Kurier begleitet und überbracht.
  • Expressdienste verzichten oft auf eine Gewichtsbeschränkung oder haben mehr Spielraum nach oben, die kurzen, festgelegten Zustellzeiten finden sich aber auch hier.
  • Paketdienste dagegen geben keine Garantie auf die Zustellzeiten, sondern nur ein wahrscheinliches Zeitfenster. Die Pakete haben in der Regel ein Maximalgewicht von 30-40 kg und müssen bestimmte Abmessungen einhalten.

Die Lager- und Umschlagshallen von KEP-Dienstleistern sind ebenerdig mit einer geringen Hallenhöhe und sind somit leicht zugänglich für Sprinter und Kleintransporter.

Bekannte KEP-Dienstleister sind beispielsweise:

  • DHL
  • DPD
  • UPS
  • Hermes
  • GLS

Kerngebiet (MK)

In einem Kerngebiet sind in erster Linie Unternehmen aus dem Handel, der Gastronomie, Wirtschaft, Kultur und Verwaltung, aber auch Wohnungen angesiedelt. Der Bau von Wohnungen allerdings bedarf der Zustimmung, und es müssen städtebauliche Gründe vorliegen.

 

Siehe auch:

Kleinteilelager

Manuell bediente Fachboden- oder Weitspannregale sind die Universallösung für die Kleinteilelagerung.

Vielseitigkeit ist durch umfangreiches Zubehör und unterschiedliche Bauformen gegeben. Die Bauformen reichen von konventionellen, eingeschossigen Regalen über mehrgeschossige Anlagen mit bis zu 5 Geschossen, bis hin zu Schmalganglösungen.

In allen Fällen können auch Durchlaufregale integriert sein. Es gibt keine Lagerlösung mit größerer Variantenvielfalt, da allein die Optimierung auf die geforderte Kommissionierleistung die bestimmende Anforderung ist. Das gilt für die Lagertechnik ebenso wie für das Layout und die Ergonomie.

Kommissionierung

Zusammentragen der gemäß einer Kundenbestellung oder eines Rüstauftrages nachgefragten Artikel.

Kompaktlager

Oberbegriff für Lagersysteme, welche eine hohe Ausnutzung des verfügbaren Lagervolumens ermöglichen.

Konsignationslager

Lager für Produkte, welche im Eigentum des Lieferanten sind, wobei die Bezahlung erst durch den Bezug aus dem Konsignationslager erfolgt.

Kontraktlogistik

auch: Systemdienstleistung der Kontraktlogistik

Kontraktlogistik ein Geschäftsmodell in der Logistik, welches durch eine längerfristige (mindestens ein Jahr) Kooperation eines Kontraktlogistik-Dienstleisters mit einem Dienstleistungsnehmer entsteht. Der Dienstleistungsnehmer bzw. Kunde ist meist in der Produktion oder dem Handel tätig. In einer solchen Kooperation können sehr vielfältige Logistikaufgaben abgedeckt werden. In der Regel haben Kontraktlogistik-Verträge einen großen Umsatzwert von mindestens einer Million Euro, welcher zusammen mit der längerfristigen Laufzeit beiden Kooperationspartnern eine gewisse Planungssicherheit gibt und den Aufbau nachhaltiger Logistikprozesse ermöglicht. Der Kontraktlogistiker trägt in der Regel die komplette Verantwortung für die Kosten, die Leistung und die Qualität.

Kontraktlogistik-Dienstleister bauen für Ihre Kunden ein großes Logistiknetzwerk entlang der Supply Chain auf, in dem sowohl eigene als auch fremde Ressourcen integriert werden. In der Kontraktlogistik werden also üblicherweise keine Einzelaufträge vergeben, sondern ganze Teile der Unternehmenslogistik an den Kontraktlogistik-Dienstleister übertragen. Häufig sind Kontraktlogistiker auf die speziellen Bedarfe einer bestimmten Branche spezialisiert.

 

Kühl-/Tiefkühl-Logistikhalle

Kühl-Logistikhallen werden in erster Linie von Betrieben genutzt, die in der Lebensmittelbranche oder in der Pharmaindustrie beschäftigt sind.  Die Waren werden bis hin zum Versand im Fachboden, Hochregal oder im automatischen Hochregallager gelagert. Bei Tiefkühlhallen steht es dem Nutzer offen, ob er in die Halle eine Art Kühlbox einbauen lässt oder ob er Kühlzellen integriert. Der Vorteil liegt hier bei der Möglichkeit des Abbaus, sodass die Halle auch für andere Zwecke genutzt werden kann oder Drittverwendbarkeit gewährt werden kann. Kühlhallen wiederum werden meist im Vornherein so konstruiert, dass das Gebäude für andere Vorhaben jederzeit vermarktet werden kann.
Kühl-Logistikhallen werden durch integrierte Kühlzellen meist auf einen Temperaturwert, je nach Bereich, von +4 bis +18 Grad gebracht. Isolierung und Dämmwerte erfordern gewisse Ansprüche, denen eine Kühlhalle, genauso wie eine Tiefkühlhalle, entsprechen muss.
Eine TK-Halle befindet sich bei Temperaturen von -4 bis maximal -30 Grad Celsius. Großer Wert wird auf die Umwelttechnik gelegt, indem die Wärmerückgewinnung von den Kühlaggregaten vorangetrieben wird und man sonst auch auf die bestmöglichsten und zugleich umweltverträglichsten Standards achtet. Bei Kühlhallen ist die Drittverwendungsmöglichkeit gegeben, da die aufgebauten Kühlboxen oder –zellen jederzeit abgebaut werden können. Dies gestaltet sich bei einer reinen Tiefkühlhalle schon schwieriger, da diese extra so errichtet wird. Natürlich kann sie auch drittverwendet werden, aber dennoch liegt der Fokus eher auf Lebensmittel- oder Pharmalogistiker.

Kühl-/Tiefkühllogistik

auch: temperaturgeführte Transporte

Die (Tief-)Kühllogistik dient dazu, die für viele Warengruppen notwendige Kühlkette zwischen Hersteller, Großhändler, Händler und Verbraucher nicht zu unterbrechen. Dabei wird während des Transports der Waren die Temperatur im Inneren des Laderaums konstant auf einer bestimmten Gradzahl gehalten. Je nach Art der transportierten Güter und Waren bewegen sich die Temperaturen in einem gekühlten Transport von 18 °C plus bis zweistellig im Minusgradebereich.Die Lagerung der Waren, die gekühlt werden müssen, findet in speziellen Kühl- bzw. Tiefkühlhallen statt.

Waren, die während des Transports gekühlt werden müssen, sind beispielsweise:

  • Lebensmittel
  • Farben und Lacke
  • Medikamente und medizinische Produkte
  • Kosmetika
  • chemische Produkte

Immer häufiger wird der Nachweis einer ununterbrochenen Kühlkette entweder vom Gesetzgeber oder vom Kunden gefordert. Deswegen findet mittlerweile häufig eine Temperaturaufzeichung statt. Überschreitet die Temperatur die festgelegten Grenzwerte, wird ein Alarm ausgelöst.

Kühllager

Im Kühllager lagern Lebensmittel und Güter bei optimaler Temperatur.

Sie erzeugen künstlich eine kalte Temperatur, um für unterschiedliche Lebensmittel oder Güter eine optimale Lagersituation zu schaffen. Generell liegt die Temperatur im Kühllager unter der Umgebungstemperatur. Abhängig vom gelagerten Gut variiert die Innentemperatur: Um Lebensmittel, wie beispielsweise Tiefkühlkost, zu konservieren, werden Minustemperaturen eingestellt. Heimisches Obst und Gemüse sollte bei etwa 0°C gelagert werden, tropische Früchte bevorzugen etwas wärmere Temperaturen von etwa 5 bis 13°C.

Kühllager werden ebenfalls für chemische Stoffe und technische Produkte genutzt. Chemische Reaktionen werden durch die kalten Temperaturen verlangsamt. Um optimale Bedingungen zu bieten und die Lagerlogistik zu überwachen, werden Kühllager häufig durch angrenzende Büro- bzw. Sozialflächen ergänzt. Darüber hinaus sind bei der Anmietung von Kühllagern meist interne Transportmittel wie Hubwagen oder Elektrostapler eingeschlossen.

Lagerlogistik

Gesamtheit der logistischen Aufgaben und Massnahmen für die Planung und den Betrieb von Lagern.

Lichte Höhe

Die lichte Höhe reicht vom Fußboden bis zur Decke.

Auch bekannt als Lichthöhe, definiert sie den Raum zwischen der Oberkante des Fußbodens in einer Räumlichkeit und der Unterkante der Decke – sprich, der „im Licht stehende Raum“. Befinden sich in einem Raum zum Beispiel Deckenbalken, so berechnet sich die lichte Höhe bis zu deren Unterkante.

Die Lichthöhe ist eine festgelegt Mindestanforderung, die beim Bau von Wohn- und Arbeitsräumen eingehalten werden muss. Gesetzlich festgelegt sind die Anforderungen von den Landesbauordnungen, die einerseits wohnhygienischen und andererseits arbeitspsychologischen Ansprüchen gerecht werden. In den meisten Bundesländern beträgt die minimale Vorgabe in Wohnräumen 2,40 Meter. Die Mindestlichthöhe in Büroräumen variiert zwischen 2,50 Meter und 3 Metern. Dies ist abhängig von der Bodenfläche der Räume und der Art der Tätigkeit, die in diesen Räumen ausgeführt wird.

Wenn in einem Raum die lichte Höhe nicht an allen Punkten gleich ist (zum Beispiel bedingt durch Gewölbe oder Dachschrägen), so ist die durchschnittliche Raumhöhe maßgebend für die Berechnung.

Logistik

Der Begriff Logistik hat seinen Ursprung aus dem griechischen Wort  logistikē und bedeutet „praktische Rechenkunst“. Heutzutage ergibt sich natürlich ein viel komplexeres und weitschichtigeres Feld der Logistik, weshalb der Begriff in Beschaffungs-, Produktions-, Distributions-, Absatz- und Entsorgungslogistik unterteilt wird. Grundlegender ausgedrückt, besteht die Aufgabe der Logistik auch darin, dass die Planung, die Realisation und die Kontrolle über Material- und Informationsflüsse zwischen Produktions- und Zielort richtig umgesetzt werden.  Reinhardt Jünemann, ein Experte für Logistik  und Materialfluss, hat den Ausdruck der „6R der Logistik“ definiert. Hierbei soll der logistische Auftrag darin bestehen, dass die richtige Menge und die richtigen Objekte, am richtigen Ort, zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Qualität und zu den richtigen Kosten zur Verfügung stehen.

Logistikdienstleistung

Logistik­dienstleistungen umfassen alle Aktivitäten vom Transport über den Um­schlag, die Kommissionierung, Fakturierung und Assemblierung bis hin zur Lagerung von Waren und Gütern zwischen zwei oder mehreren Verkaufs- oder Produktionsstätten.

Auch Auftrags­abwicklungsaufgaben und die Disposition zählen zu den Logistikdienstleistungen, ebenso wie übergreifende Steuerungs- und Planungstätigkeiten, die notwendig sind für das gesamte Supply Chain Management.

Es werden folgende Logistikdienstleistungen unterschieden:

  • First Party Logistics (1PL): Logistikaufgaben oder der Transport von Gütern werden von eigenen unternehmensinternen Abteilungen durchgeführt, ohne eine Auslagerung an Dritte.
  • Second Party Logistics (2PL): Der Hersteller von Gütern lässt einen Subunternehmer eine klar definierte Logistik- bzw. Transportaufgabe durchführen, wobei die Nachverfolung und die Organisation beim Hersteller verbleiben. Der Dienstleister setzt - oft kurzfristig - genau das um, was gefordert ist, weshalb die 2PL oft kostenintensiver ist als andere Konstellationen. Second-Party-Logistics-Dienstleister sind beipsielsweise Reedereien, Verlader, Speditionen KEP-Dienstleister oder Umschlagsunternehmen.
  • Third Party Logistics (3PL): siehe Artikel
  • Fourth Party Logistics (4PL): siehe Artikel
  • Fifth Party Logistics (5PL): Der Dienstleister aus dem 5PL-Bereich managt für ein Unternehmen dessen Netzwerk verschiedener Supply Chains. Außerdem bietet er Beratungsleistungen rund um die Wertschöpfungskette und dessen Management an.

Logistikkosten

Kosten, die durch logistische Tätigkeiten entstehen. Typische Logistikkosten sind beispielsweise Kosten für Porto, Verpackung, Transport, Wareneingangskontrolle, Lagerhaltung und Kapitalbindung.

Logistikzentrum

Ein Logistikzentrum hat das Ziel, fremde oder eigene Waren zu vertreiben.

Es ist also eine Örtlichkeit, an welcher eine Vielzahl logistischer Funktionen, Tätigkeiten abgewickelt werden, bspw. ein Unternehmen oder Zusammenschluss von mehreren Firmen, deren Aufgabe der Umschlag von Waren ist. Das Unternehmensziel besteht darin, dass die Waren erfolgreich vertrieben werden.

Der Versand der Ware wird über eine Spedition oder den eigenen Fuhrpark des Logistikzentrums organisiert. Wichtig dabei ist, dass die Versandwaren im Falle eines Unfalls oder einer allgemeinen Beschädigung versichert sind sowie eine ordnungsgemäße Beladung der Transportfahrzeuge erfolgt. Hierzu zählt ebenso die richtige Ladungssicherung der Produkte. Wurde alles ordentlich ausgeführt, geht die Verantwortung für die Handelsgüter an den Frachtführer über.

Außerdem ist das Logistikzentrum für die vorschriftsmäßigen Papiere zu den entsprechend Waren verantwortlich. Folgende zählen dazu:

  • Frachtbrief oder Lieferschein: Beförderungsdokument mit Name und Anschrift vom Logistikpark, Frachtführer sowie Empfänger
  • Ladeschein: Art, Anzahl und Rohgewicht der Ware sowie Informationen zur Abladestelle und zum Führer der Fracht
  • Zollschein: wichtig bei Lieferungen ins Ausland
  • Gefahrgutbescheinigung: falls die Handelsware für die Umgebung gefährlich ist.

Welche Art der Bescheinigungen vom Logistikzentrum aufgesetzt werden müssen, hängt immer ganz vom Handelsobjekt und dessen Zielort ab.

Luftfracht

Unter Luftfracht fallen alle Güter und Waren, die in einem Flugzeug mit Luftfrachtbrief transportiert werden. Die Luftfracht hatte in den letzten Jahrzehnten die höchsten Zuwachsraten unter allen Verkehrsträgern, und mittlerweile gibt es kaum einen Flughafen in Deutschland, der nicht auch Luftfracht abwickelt.

Die Vorteile von Luftfracht sind:

  • Schnelligkeit: die kürzeste Beförderungszeit
  • Zuverlässigkeit: Aufgrund genauer Flugpläne kann genau geplant werden
  • Sicherheit: unabhängig von Naturgewalten und kurze Transportdauer
  • Kurze Kapitalbindung: Warte- und Lagerungszeiten sind minimiert, dadurch niedrige Kapitalbindungskosten

Makrolage

Die Makrolage bezeichnet die räumliche Lage eines Objekts in Hinsicht auf Infrastruktur und des großflächigen Umkreises. Kommune, Gemeinde und Politik legen die Makrolage fest. Des Weiteren ist vor allem eine genaue Untersuchung des Standorts hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit wichtig, d.h. Einwohnerzahl, Konkurrenz, örtliche Struktur, um den optimalen Platz zu finden.

Maschinelles Lernen

Bezeichnet die künstliche Generierung von Wissen durch Erfahrung. Dazu analysiert die Maschine auf Basis entsprechender Algorithmen verschiedene Stichproben, verknüpft die Datenintelligenz, erkennt Zusammenhänge, zieht Rückschlüsse und trifft Vorhersagen.

Anwendungsbeispiel: Die Kaffeemaschine und der Badwecker kommunizieren mit dem Smartphoneund beobachten die Nutzergewohnheiten des Anwenders. Sie verstehen, dass er an allen Arbeitstagen um 9:00 Uhr aufsteht, das Badradio anmacht und sich einen Kaffee drückt. Nach einer „Lernzeit“ schaltet sich das Radio automatisch um 9:00 Uhr an und der Kaffeewird automatisch gemacht.

Mesoebene

Die Mesoebene umfasst die Analyse der Umgebung, die in unmittelbarer Nähe zur Logistikimmobilie steht (zumeist das jeweilige Gewerbegebiet). Üblicherweise werden gewisse Gesichtspunkte zur Analyse des Umfelds herangezogen. Diese bestehen beispielsweise aus der geringen Entfernung der Immobilie zur nächsten Autobahnauffahrt, aus geringem Ampel-, sowie Wohnaufkommen, aus einem 24-Stunden-Betrieb, aus verschiedenen Serviceangeboten, aus marktüblichen Miet- und Grundstückspreisen, etc.

Mietgegenstand

Der Mietgegenstand ist das Objekt, die Räume oder das Gebäude, das vermietet wird. Damit können eine Wohnung, ein Haus oder auch Gewerberäume im Allgemeinen gemeint sein.

Der Mietgegenstand sollte im Mietvertrag so genau wie möglich beschrieben werden, dazu gehören auch Keller- und Archivflächen sowie Parkplätze. Gemeinschaftsflächen auf dem Grundstück, wie etwa das Treppenhaus und der Aufzug, müssen nicht extra erwähnen werden. Zwar ist eine genaue Auflistung der Bestandteile eines Mietobjekts gesetzlich nicht verpflichtend, jedoch empfiehlt es sich detaillierte Angaben zum Mietgegenstand festzuhalten. Auf diese Weise werden Ungenauigkeiten bei zugehörigen Räumen und Flächen des Mietobjektes vermieden. Ebenso treten weniger Missverständnisse bei der Quadratmeteranzahl oder bei eventuell vorhandenen Mängeln auf.

Bei gewerblichen Räumen ist es darüber hinaus sinnvoll, den Nutzungszweck des Mietgegenstandes im Vertrag festzuhalten.

Gibt es Mängel, die diese spezielle Verwendung verhindern, kann sich der Mieter unter Umständen auf das Mietminderungsrecht berufen. Allerdings muss der Mieter im Falle einer gewerblichen Nutzung immer die Genehmigung der jeweiligen Behörde einholen. Erhält er keine Erlaubnis für den ausgewählten Mietgegenstand, darf er der Tätigkeit in diesen Räumen nicht nachgehen.

 

Mietvertragsdauer

Die Mietvertragsdauer im Gewerbemietrecht ist variabel. Sie wird zwischen Mieter und Vermieter vereinbart und kann optional verlängert werden.

​Generell gibt es in Bezug auf die Mietvertragsdauer diverse Varianten der Laufzeit. Im Gewerbemietrecht werden primär Mietverträge mit einer fünf- oder zehnjährigen Laufzeit abgeschlossen. 

Häufig gibt es bei einer festen Mietvertragsdauer in Gewerbeimmobilienverträgen eine oder mehrere Mietverlängerungsoptionen. Durch diese Option(en) hat der Mieter nach Ablauf der Mietvertragsdauer die Möglichkeit, das Mietverhältnis durch eine einseitige Willenserklärung zu verlängern. 

 

 

Mietzins

Der Begriff „Mietzins“ wird heute durch „Miete“ ersetzt und ist heutzutage nicht mehr gebräuchlich. Im Zuge einer Mietrechtsreform vom 01.09.2001 wurde der Begriff ersetzt.

Inhaltlich besagen die Begriffe jedoch das Gleiche. Es wird damit die Entlohnung für eine Mietsache durch eine Leistung bezeichnet. Diese erfolgt monetär oder in einzelnen Fällen auch durch andere Leistungen. In welchem Abstand der Mietzins gezahlt wird und wie hoch er ist, vereinbaren die beiden Mietparteien im Mietvertrag. Üblicherweise entrichtet der Mieter den Mietzins monatlich und im Voraus. 

Ein weiterer Bestandteil vom ehemaligen Mietzins sind die Betriebskosten. Diese bezahlt der Mieter je nach Vereinbarung mit einer Pauschale oder durch eine Vorauszahlung. Ist Letzteres der Fall, wird am Ende des Jahres eine Abrechnung erstellt. Anhand dieser erhält der Mieter entweder eine Rückzahlung, wenn er zu viel überwiesen hat, oder muss nochmal eine neue Zahlung leisten. 

Zusätzlich werden in die Miete, früher Mietzins, extra Zuschläge mit eingerechnet. Hier gelten keine speziellen gesetzlichen Regeln. Die Mietparteien können über diese Beträge frei verhandeln. ​

 

 

 

Mikrolage

Die Mikrolage gibt einen engeren und detailreicheren Überblick als die Makrolage. Hierbei sind die Eigenschaften des Gewerbegebiets, die angrenzenden Nachbarsgebäude, die Position der Straßen und der Immobilien und die Umgebungseinflüsse wichtig. Beispielsweise konzentriert man sich hier auf einen Stadtteil und dessen lokale Gegebenheiten. (immoscout)

Mischgebiet (MI)

Ein Mischgebiet ist ein Baugebiet, in dem sowohl Gewerbebetriebe als auch Wohnungen untergebracht sind. Erlaubt sind hier laut deutschem Baurecht solche Betriebe, die das Wohnen nicht wesentlich stören. Optisch darf in einem Mischgebiet keine Nutzungsart insgesamt dominieren, lediglich in Teilgebieten.

Zulässig in einem Mischgebiet sind beispielsweise:

  • Wohngebäude
  • Büro- und Verwaltungsgebäude
  • Kultur-, Kirchen-, Gesundheits-, Sport- und soziale Einrichtungen
  • Tankstellen
  • Gartenbaubetriebe
  • Einzelhandel
  • Gastronomie und Beherbergung

 

Siehe auch:

Nabe-Speiche-System

Ein zentraler Umschlagspunkt in einer Region (Nabe) bedient eine definierte Anzahl von Bedarfspunkten (z.B. Depots), Verkehre zwischen den Bedarfspunkten entfallen. Dadurch reduziert sich die Zahl der möglichen Verkehrsverbindungen und Größendegressionseffekte können genutzt werden.

Nebenkosten

Unter Nebenkosten (auch Betriebskosten) versteht man alle laufenden Kosten, die zusätzlich zur Miete (Grundmiete/Kaltmiete) anfallen.

Unterschieden wird zwischen „kalten“ und „warmen“ Nebenkosten:

Zu den kalten Kosten zählen: Grundsteuer, Müllabfuhr, Straßenreinigung, Gartenpflege, Beleuchtung, Schornsteinreinigung, Hausmeisterkosten, Hausreinigung, Ungezieferbekämpfung, Gebühren für Antenne oder Kabel, diverse Versicherungen, Aufzug und sonstige Kosten, wie das Heizen des Treppenhauses oder die Instandhaltung von Gemeinschaftsräumen.

Die warmen Kosten setzen sich wie folgt zusammen: Gebühren, die aus Heizung und Warmwasser entstehen. Diese Kosten werden meist vom jeweiligen Anbieter nach Verbrauch abgerechnet und beispielsweise mit Hilfe von Wasseruhren und Zählern ermittelt. Entsprechend eines bestimmten Verteilerschlüssels legt der Vermieter die kalten Nebenkosten des gesamten Gebäudes auf die Mieter um. Als Kriterien kommen entweder die Kopfanzahl oder die gemietete Wohnfläche in Frage.

Der Mieter begleicht die gesamten Nebenkosten in regelmäßigen Abständen und erhält darüber eine Nebenkostenabrechnung.​

 

 

 

Neubau

Ein Neubau ist ein neu errichtetes, noch nicht genutzes oder bewohntes Gebäude. Ein Neubau im gewerblichen Bereich wird häufig von einem so genannten Investor realisiert und einem Mieter zur Nutzung überlassen.

 

Siehe auch:

Nutzer

Ein Nutzer einer Gewerbeimmobilie ist in der Regel ein Unternehmen, das diese Gewerbeimmobilie, wie beispielsweise eine Produktions- oder Lagerhalle, für sein Geschäft nutzt. Dabei kann die Firma entweder der Eigentümer oder der Mieter der Immobilie sein.

 

Siehe auch:

Outsourcing

Mit Outsourcing, zu Deutsch Auslagerung, wird die Abgabe von Unternehmensaufgaben und -strukturen an Drittunternehmen bezeichnet.

Palettenregal

Regal, das gemäß Abmaße und Tragkraft speziell für die Aufnahme von Paletten geeignet ist. Palettenregale gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen, die sich im Wesentlichen durch die Universalität bezüglich der aufzunehmenden Paletten (DIN, Euro, Düsseldorfer, etc.) und durch die Zugriffsflexibilität unterscheiden.

Pendelleuchten

Pendelleuchten sind Leuchtmittel für Räume, die von der Decke abgehängt werden, um den Wohnraum oder Büroräumlichkeiten auszuleuchten.

Pendelleuchten können als Einbauleuchten in der Decke oder als Anbauleuchten an der Decke montiert werden. Der Begriff „Pendelleuchte“ ist vor allem für den privaten Wohnraum geläufig. In Büroräumen oder Fertigungshallen wird häufig von „abgependelten Leuchten“ gesprochen. Diese sind meist an Stahlseilen oder Gewindestangen befestigt. Somit ergibt sich: Pendelleuchten im Wohnzimmer und abgependelte Leuchten im gewerblichen Bereich.

 

PKD

Der Begriff PKD stammt ursprünglich aus der Automobilindustrie und steht für Partly Knocked Down. Bei dieser Methode wird ein Fahrzeug oder Produkt teilweise zerlegt transportiert. Nur wenige fehlende Teile weredn parallel dazu transportiert. Erst im Bestimmungsland wird das Produkt schlussendlich koplett montiert.

Es gibt in der Logistik drei Zerlegungsgrade für die Zerlegung eines Produkts in Einzelteile:

SKD (Semi Knocked Down) bzw. MKD (Medium Knocked Down)  >  PKD (Partly Knocked Down)  >  CKD (Completely Knocked Down)

Pönale

Pönale ist eine monetäre Strafe bei Schlecht- oder Nichterfüllung von vertraglichen Leistungen oder Lieferungen. Also eine Vertragsstrafe oder auch Konventionalstrafe.

Meist handelt es sich dabei um eine Geldstrafe. Die Vertragspartner vereinbaren eine Strafe, die der Auftraggeber oder Käufer erhält, wenn der Vertrag nicht eingehalten wird.

Pönalien werden unter anderem eingesetzt, wenn etwas Wichtiges rechtzeitig geliefert oder termingerecht gebaut werden muss.

Der Käufer oder Auftraggeber ist nicht verpflichtet nachzuweisen, dass ihm ein Schaden entstanden ist, falls die Leistung nicht wie vertraglich vereinbart erbracht wurde. Er hat Anspruch auf das Pönale, sobald der Verkäufer oder Beauftragte seine Leistungen nicht vertragsgerecht oder rechtzeitig erbringt.

Die Höhe der Pönale kann zwischen den Vertragspartnern frei verhandelt werden.

Mieter und Vermieter setzen Pönalen beispielsweise so ein, dass der Mieter die Wichtigkeit einer pünktlichen Fertigstellung des Mietobjektes betont und auf diese Weise den Vermieter zur fristgerechten Übergabe drängt.

POS

Point of Sales, Verkaufspunkt

Produktionslager

Unternehmen, die vorwiegend in der Produktion zu tun haben, brauchen sogenannte Produktionslager. Hierbei werden Roh- und Betriebsstoffe, Komponenten, halbfertige und fertige Erzeugnisse gelagert, um jederzeit für die Produktion bereit zu stehen. Diese Lagerhallen verfügen über Merkmale wie Rampen, Torandienungen und einer Höhe von maximal acht Metern.

Produktionslogistik

Gesamtheit der logistischen Aufgaben und Maßnahmen bei Vorbereitung und Durchführung des Warenflusses über alle Stufen der Produktion, Leistungserstellung

Re-Insourcing

Wiedereingliederung einer ausgelagerten Funktion zum Beispiel nach Ablauf eines Outsourcing-Vertrages.

Regionallager

Das Regionallager ist Bestandteil eines Netzwerkes zur Versorgung der Kunden. Es dient der Lagerung von Sortimenten für eine definierte Region und wird von den Lieferanten entsprechend beliefert.

Retourenmanagement

Das Retourenmanagement befasst sich mit der Planung, Durchführung und Kontrolle der retournierten Waren und Güter inklusive der zugehörigen Finanz- und Informationsflüsse. Das Retourenmanagement ist ein Teilbereich des Supply Chain Managements / Reverse Logistics.

Das Retourenmanagement hat vier Hauptaufgaben, abhängig von der Wettbewerbsstrategie des Unternehmens, dem Wertverlust der Waren und dem Nettoretourenwert:

  • Retourenbearbeitung
  • Retourenvermeidung
  • Retourenverhinderung
  • Retourenförderung

Retrofit

Bezeichnet das Modernisieren bestehender Maschinen und Anlagen, um diese fit für die Zukunft zu machen. Ziel ist die Erhöhung der Lebensdauer, Verfügbarkeit der Maschine erhöhen, Energie sparen und den Anlagenpark für Predictive Maintanance vorzubereiten.

Reverse Logistics

Rückführung und Wiederverwendung bzw. -verwertung von Produkten und Materialien in Kreislaufwirtschaftsprozessen. Siehe auch Retourenmanagement.

Rückbauverpflichtung

Die Rückbauverpflichtung besagt, dass ein Mietobjekt bis zum Tag des Auszugs wieder im ursprünglichen Zustand (wie zum Zeitpunkt des Mietbeginns) sein muss.

Wenn ein Mietverhältnis endet, räumt der Mieter das Objekt. Dabei genügt es nicht, einfach nur auszuziehen. Auf der Grundlage der Rückbauverpflichtung muss er die Räumlichkeiten in den ursprünglichen Zustand versetzen: Er muss sämtliche beweglichen Gegenstände mitnehmen und alle Einrichtungen, Um- und Einbauten entfernen sowie Ausbauten wieder einbauen.

Ein Beispiel: Ein Mieter hat in seinen Büroräumen einen bestehenden Empfangstresen ausgebaut und einen anderen integrieren lassen. Mit der Beendigung des Mietverhältnisses und auf Grundlage der Rückbauverpflichtung versetzt er die Büroräume wieder in den ursprünglichen Zustand.

Eine bloße Genehmigung zu Ein- oder Umbauten im Mietobjekt durch den Vermieter genügt an dieser Stelle nicht, um von der Rückbauverpflichtung befreit zu sein: Die Erlaubnis zu einer Umbaumaßnahme bedeutet grundsätzlich nicht den Verzicht auf die Rückbauansprüche nach Beendigung des Mietverhältnisses durch den Mieter.

Es ist ratsam, vor jeder baulichen Maßnahme (etwa den Austausch von Armaturen oder Sanitäreinrichtungen oder den Einbau von Böden) eine schriftliche Vereinbarung mit dem Vermieter zu treffen. Diese Vereinbarung regelt, wie beim Auszug aus dem Mietobjekt verfahren wird, und ob der Mieter zum Rückbau verpflichtet ist.

Schmalganglager

english: Narrow aisle warehouse

Das Schmalganglager ist ein Palettenlager mit geringer Gangbreite (typischerweise 1,5 bis 1,8 Meter) gegenüber der Gangbreite eines frontstaplerbedienten Lagers (typische Gangbreite 2,8 bis 3 Meter). Gegenüber einem Breitganglager ist eine deutliche Gangbreitenreduzierung möglich, da die Fahrzeugachse immer parallel zum Regal verläuft und die Lastaufnahme mittels Schwenkschubgabel oder Teleskopgabel wie beim schienengebundenen RBG erfolgt.

Der Vorteil der Bauweise liegt in dem damit verbundenen geringeren Flächenbedarf im Vergleich zum konventionellen Breitganglager. Meist sind die Bediengeräte als Man-Up ausgeführt, das heisst, die Bedienperson ist immer in Höhe der jeweiligen Lagerebene und kann dementsprechend auch in allen Ebenen kommissionieren. Heute werden Bauhöhen bis 17 m realisiert. Zudem können die Geräte auch automatisiert werden. Die Bedienung erfolgt üblicherweise über Schmalgangstapler mit Schwenkschubgabel oder, in selteneren Fällen, mit Teleskopiereinrichtung.

Für die richtige Funktion des Lagers ist allerdings ein Fussboden mit höchster Ebenheitsanforderung erforderlich, was einen erheblichen Kostenaufwand bedeutet. Die Umschlagleistung ist zudem trotz hoher Fahrgeschwindigkeiten in der Regalgasse deutlich geringer als in einem Breitganglager. Es muss jeweils im Einzelfall entschieden werden, welche Variante für den jeweiligen Anwendungsfall von Vorteil ist.

Seefracht

Seefracht ist der Transport von Gütern und Waren mit einem Schiff. Dieser Transport eignet sich vor allem für Güter, die ein hohes Gewicht haben. Bei der Seefracht ist die Transportzeit meist weniger wichtig als die günstigen Kosten des Transports.

Die Vorteile von Seefracht:

  • kostengünstig
  • schwere Ladungen möglich
  • ideal auch bei weiten Strecken

SKD

auch: MKD (Medium Knocked Down)

Der Begriff SKD stammt ursprünglich aus der Automobilindustrie, wird aber heute auch für andere Güter verwendet und steht für Semi Knocked Down. Bei dieser Methode wird ein Fahrzeug oder Produkt fast fertig transportiert. Nur wenige fehlende Teile weredn parallel dazu transportiert. Erst im Bestimmungsland wird das Produkt schlussendlich koplett montiert.

Die Gründe für die SKD- bzw. MKD-Methode sind die gleichen wie bei der CKD (Completetly Knocked Down)-Methode: Auf ein fertiges Produkt werden in der Regel aufgrund des Platzbedarfs höhere Einfuhrzölle erhoben, oder die Fertigung soll auf diese Weise an einen anderen Standort verlagert werden.

Es gibt in der Logistik drei Zerlegungsgrade für die Zerlegung eines Produkts in Einzelteile:

SKD (Semi Knocked Down) bzw. MKD  (Medium Knocked Down)  >  PKD (Partly Knocked Down)  >  CKD (Completely Knocked Down)

 

Smart Mobility

Das Verkehrsnetz wird intelligent, nachhaltig, komfortabel, energieeffizient und kostengünstig. Selbstfahrende Autos, ökologisch verträgliche Verkehrsmittel, innovative Verkehrsmessung und smarte Verkehrsleitsysteme sind nur einige der vielen Anwendungsbeispiele von Smart Mobility.

Smart Tag / Smarte Sensoren

Smart Tags sind Sensoren, die an Produktion und Maschinen in Smart Factories angebracht sind. Sie übermitteln regelmäßig Produktionsdaten an die Cloud, ermöglich damit eine dezentrale Steuerung der Produktion und bilden gewissermaßen das Produktgedächtnis eines Werkstücks. Auf ihnen sind auch individuelle Gestaltungsmerkmale gespeichert, die die entsprechende Maschine einlesen und umsetzen kann.

Sondergebiet (SO)

Als Sondergebiet wird ein Gebiet bezeichnet, dessen Nutzung zweckgebunden ist und der Erholung dient. Für weitere Nutzungsarten müssen diese dargestellt und festgesetzt werden, und das Gebiet wird zum Sonstigen Sondergebiet.

Nutzungsarten des Sondergebiets können beispielsweise sein:

  • Ferienhausgebiete
  • Campingplätze & Zeltplätze
  • Wochenendhäuser

 

Siehe auch:

Sonderkündigungsrecht

Das Sonderkündigungsrecht beschreibt den Anspruch auf eine vorzeitige Beendigung eines Vertragsverhältnisses. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist auch die Rede von einer „außerordentlichen Kündigung“.

Beim Sonderkündigungsrecht tritt eine verkürzte Kündigungsfrist in Kraft. Das Sonderkündigungsrecht kann nicht im Mietvertrag ausgeschlossen werden.

Jede der beiden Vertragsparteien kann das Mietverhältnis gemäß § 543 I BGB außerordentlich und fristlos kündigen. Die Voraussetzung ist, dass ein wichtiger Grund vorliegt. Von einem wichtigen Grund ist stets dann zu sprechen, wenn eine Vertragspartei ihre Pflichten derartig schwerwiegend verletzt, dass es der anderen Vertragspartei nicht zuzumuten ist, den Ablauf einer ordentlichen Kündigungsfrist oder eines befristeten Mietvertrages abzuwarten. Beispielswiese kann der Vermieter nach einer Abmahnung vom Sonderkündigungsrecht gebrauch machen und dem Mieter kündigen, wenn dieser trotz mehrfacher Hinweise einen vertragswidrigen Gebrauch des Mietobjekts fortsetzt. (Der Mieter handelt mit Autos, obwohl die Räume ausschließlich für Bürotätigkeiten gemietet wurden.) Das Gleiche gilt, wenn der Mieter die Räume erheblich gefährdet (gefährliche Substanzen lagert) oder er die Gewerbefläche vernachlässigt (vertraglich vereinbarte Schönheitsreparaturen missachtet).

Weitere Voraussetzungen für das Sonderkündigungsrecht im Gewerbemietvertrag können sein:

  • Insolvenz von Mieter oder Vermieter (§§ 108 – 112 InsO regeln die Konsequenzen für den Bestand von Mietverhältnissen)
  • Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete oder nach einer Modernisierung (§§ 558, 561 BGB)
  • Verweigerung der Untervermietung durch den Vermieter (§§ 540 Abs. 1, 549 BGB)
  • Tod des Mieters (§ 564 BGB)
  • Nießbrauch und Nacherbschaft
  • Mietvertragsdauer über mehr als 30 Jahre
  • Verzug der Mietzahlung durch den Mieter
  • Unzumutbarkeit (§ 569 BGB), falls Nutzung der Mietsache wegen schwerster Ordnungsmängel oder erheblicher Gesundheitsgefährdung nicht gewährleistet wird

Sonstiges Sondergebiet

Ein Sonstiges Sondergebiet unterscheidet sich von einem Sondergebiet (SO) insofern, als dass sie zwar ebenfalls zweckgebunden sind, allerdings nicht ausschließlich der Erholung dienen.

Somit ergeben sich für ein Sonstiges Sondergebiet zum Beispiel folgende weitere NUtzungsmöglichkeiten:

  • Einzelhandel
  • Fremdenverkehr
  • Kultur & Bildung
  • Gesundheit
  • Wirtschaft & Energiegewinnung, Kraftwerke
  • Sport
  • Messen

 

 Siehe auch:

Speziallager

Ein Speziallager ist, wie der Name besagt, eine besondere Art von Lagerräumlichkeiten.

An ein Speziallager werden gewissen Anforderungen gestellt, da hierin empfindliche oder schädliche Waren gelagert werden. Gewisse Waren dürfen nicht in regulären Lagerhallen aufbewahrt werden, sondern benötigen eine spezielle Umgebung. Hierzu zählen Produkte, die das Grundwasser verschmutzen können oder auch andere Waren, die eine schädliche Wirkung auf die Umwelt haben.

Ein weiteres Beispiel wäre eine Kühlhalle. Sie ist wichtig, um die Kühlkette der leicht verderblichen Produkte nicht zu unterbrechen. Um die geforderten Aufgaben erfüllen zu können, bedarf es bei einem Speziallager gewissen Voraussetzungen und Rahmenbedingung.

Darüber hinaus gibt es auch gesetzliche Auflagen bei einem Speziallager einzuhalten, weshalb sich auch nicht jeder Standort für ein Speziallager eignet.

Sprinkleranlage

Eine Sprinkleranlage dient als erste Bekämpfungsmaßnahme bei einem Brand. 

Sie zählt zu den Brandschutzvorkehrungen in Gebäuden und besteht aus einem Netz von Wasserrohren und mehreren Sprinklerköpfen.

Diese Sprinkler geben gezielt Wasser ab, wo die Raumtemperatur eine gewisse Höhe überschreitet. Auf diese Weise kann ein Brandherd schnell gelöscht werden und der Schaden fällt deutlich geringer aus als bei einem Feuerwehreinsatz.

Erstens springt die Sprinkleranlage selbstständig an, zweitens ist die Wassermenge erheblich geringer und nur auf einen Ort beschränkt. Bei einem Vollbrand bleibt ein Einsatz der Feuerwehr jedoch nicht aus. Auf Rauch reagiert die Sprinkleranlage nicht.

In den Wasserrohren der Sprinkleranlage herrscht ein konstanter Wasserdruck, der durch das Öffnen eines oder mehrerer Sprinkler abfällt. Um den Druck wieder auszugleichen, wird von einem Tank oder einer anderen Wasserleitung aus mehr Wasser in das System gepumpt.

In den Sprinklerköpfen der Anlage befinden sich Ampullen aus Glas mit einer speziellen Flüssigkeit und einer Luftblase. Steigt die Temperatur im Raum durch ein Feuer an, erwärmt sich die Spezialflüssigkeit und dehnt sich aus. Sie bringt so ab einem gewissen Druck die Ampulle zum Platzen und gibt die Düsen der Sprinkleranlage für das Wasser frei.

Standortfaktoren

auch: Standortinformationen

Als Standortfaktoren bezeichnet man alle Faktoren, die ein Unternehmen bei der Wahl eines Standortes berücksichtigen muss.

Jeder Standort zeichnet sich durch Vor- und Nachteile für ein Unternehmen aus. Inwieweit diese Vor- und Nachteile sich tatsächlich auf das Unternehmen und dessen Geschäft auswirken, gilt es bei der Standortsuche zu prüfen.

Bei den Standortfaktoren unterscheidet man zwischen Harten Standortfaktoren wie Steuerhebesätze, Infrastruktur oder Arbeitskräftepotenzial, und Weichen Standortfaktoren wie Freizeitwert und Konkurrenten.

 

Siehe auch:

Standortwechsel

Der Standortwechsel ist der Umzug eines Unternehmens von einem Standort an einen anderen. Die Gründe für einen Standortwechsel oder Firmenumzug sind dabei sehr vielfältig und hängen oft von fehlenden Standortfaktoren ab, die beispielsweise im Rahmen der Expansion benötigt werden (z.B. fehlende Anbindung an internationalen Flughafen bei internationaler Expansion). Weitere Gründe können sein:

  • Platzmangel
  • Optimierung der Abläufe entlang der Supply Chain
  • Mehr Nähe zu Dienstleistern, Produzenten und Zulieferern
  • Drohender oder akuter Mangel an Arbeitskräften

 

Siehe auch:

Stille Reserve

Zur Stillen Reserve gehören insbesondere:

  • Personen, die beschäftigungslos sowie verfügbar sind und Arbeit suchen, ohne als Arbeitslose registriert zu sein,
  • Personen, die die Arbeitsuche entmutigt aufgegeben haben, aber bei guter Arbeitsmarktlage Arbeitsplätze nachfragen würden,
  • Personen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in Warteschleifen des Bildungs- und Ausbildungssystems und
  • Personen, die aus Arbeitsmarktgründen vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind.

Während die Daten zur Erwerbstätigen bzw. Erwerbslosen vorliegen, muss die Stille Re­ser­ve geschätzt werden.

Quelle: Statistisches Bundesamt

 

Siehe auch

Stollenlager

Hier handelt es sich im eine besondere Hochregallager Bauweise mit integrierten Kommissoniergängen.

Das Palettenregal-System besteht meist aus Regaleinzelzeilen. Im Wechsel werden die Regalgänge zum einen für Flurförderzeuge oder andere Geräte mit Nachschubfunktion genutzt und zum anderen dienen sie zum Kommissionieren in verschiedenen Geschossen. Die Geschosse sind beispielsweise mit Laufgängen ausgestattet.

Meist sind die Kommissioniergänge breiter als die Nachschubgänge. Die Kommissioniergeschosse werden über Treppen und Aufzüge erreicht.

Streckengeschäft

Form der Warendistribution, bei der die Ware von einem Glied der Absatzkette, z.B. einem Hersteller, direkt, unter Umgehung des Großhandels, an den Einzelhändler geliefert wird. Der Großhandel hat nur eine disponierende Funktion, indem Auftrags-, Rechnungs- und Zahlungsweg über ihn führen.

Supply Chain

Der Weg eines Rohstoffs von seiner Lagerstätte bis zum Verbraucher, mitsamt der in jeder Stufe erfolgten Wertsteigerung (Mehrwert), wird Wertschöpfungskette genannt (auch logistische Kette oder Supply Chain).

 

Siehe auch

Supply Chain Management

Unter Supply-Chain-Management versteht man Lieferkettenmanagement oder auch Wertschöpfungskettenmanagement. Hierbei geht es um das Planen, das Steuern und das Kontrollieren der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen an der Wertschöpfungskette beteiligten Unternehmen. Ein kontinuierlicher Informationsfluss ist ein wichtiges Kriterium für eine optimale Kooperation. An der Supply-Chain sind vor allem Lieferanten und Kunden beteiligt.

 

Siehe auch

Third Party Logistics

auch: 3PL

Mit Third Party Logistics ist die Vergabe von Transportaufträgen an Logistikdienstleister gemeint, die "dritte Partei". Der Logistikdienstleister wird dabei auch als Third Party Logistics Provider bezeichnet.

 

Siehe auch:

Fourth Party Logistics

Tourenplanung

In der Tourenplanung wird die Reihenfolge der Abladestellen geplant. Dabei werden die vorhandenen Transportaufträge in Touren zusammengefasst und in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht, so dass immer ein Fahrzeug bzw. ein Fahrer diese Tour erledigen kann.

Mittlerweile gibt es viele Anbieter von Tourenplanungs-Software, um die Tourenplanung möglichst effizient zu halten.

Tracking and Tracing

Tracking and Tracing ist mittlerweile zum Standard bei KEP-Dienstleistern geworden.

Gemeint ist ein elektronisches System zur Sendungsverfolgung, mit dem Sendungen jederzeit genau lokalisiert werden können. Im Nachhinein kann der Sendungsweg genau nachvollzogen werden.

Ziel ist es, Transparenz antlang der gesamten Supply Chain zu schaffen, damit inner- und außerbetriebliche Prozesse optimiert und Kosten gespart werden können.

 

Siehe auch

Traglast

Die Traglast der Baustatik definiert die maximale bzw. absolute Beanspruchungsgrenze einzelner Bauelementen.

Bei den statischen Berechnungen für ein Gebäude wird für jedes Teilelement die maximale Traglast berechnet. Dabei berechnet man beispielsweise die Traglast für Holzbalken oder für die Betondecke, um beim Bau und für die spätere Nutzung des Gebäudes maximale Sicherheit zu gewährleisten.

Jedem Teilsystem in der Baustatik wird eine bestimmte Leistungsfähigkeit zugeordnet. Wird die maximale Belastung überschritten, ist die Stabilität des gesamten Gebäudes in Gefahr.

Generell unterscheidet man bei der Traglast zwischen den ständigen Lasten und den sogenannten Nutzlasten: Die ständigen Lasten wirken dauerhaft auf die Bauelemente ein und resultieren aus den Tragkräften des (leeren) Gebäudes. Die Nutzlasten werden durch bestimmte Situationen hervorgerufen. Hierzu zählen beispielsweise Möbel, Menschen, Maschinen, Lagerstoffe oder Fahrzeuge – Elemente, die beweglich und veränderbar sind.

Transitterminal

Transportlogistik

Die Transportlogistik umfasst sämtliche logistischen Vorgänge, die für einen Transport von Waren oder Gütern von einem Ort zum andern notwendig sind. Dazu gehören auch die Be- und Entladungsaktivitäten.

Der eigentliche Transport der Güter erfolgt durch einen Spediteur im Selbsteintritt oder einen Frachtführer. Die Organisation des Transports liegt üblicherweise ebenfalls beim Spediteur oder bei einem Logistikdienstleister, der zusätzliche Leistungen wie besagte Be- oder Entladung mit anbietet. Normalerweise wird in der Transportlogistik auf eine Transportbündelung auf Zulieferungen oder Langstrecken geachtet, um die Kosten zu senken.

Ubiquitous Computing

Wörtlich „allgegenwärtiges Rechnen“.

Bezeichnetdie Verknüpfung aller Anwendungsbereiche mit Sensoren und Rechnern. Computergestützte Systeme unterstützen den Menschen bei seinen täglichen Aufgaben.

Ubiquitous Computing ist damit die Grundidee von Industrie 4.0.

Umschlaghalle

auch: Durchlauflager, Cross-Docking, Cross-Dock

In einer Umschlaghalle ist die Verweilzeit von Waren nur kurz, normalerweise maximal 24 Stunden. In dieser Zeit werden die Waren vom Fernverkehr angeliefert und für die weitere Verteilung durch den Nahverkehr vorbereitet und umkommissioniert.

Umschlagshallen werden in erster Linie von KEP-Dienstleistern genutzt und sind eher niedrig, dafür mit vielen Rampen und Toren versehen.

Umschlaghäufigkeit

auch: Umschlagsgeschwindigkeit, Lagerumschlag

Die Umschlaghäufigkeit ist eine wichtige Kennzahl für Handelsunternehmen. Sie gibt Auskunft darüber, wie oft für ein bestimmtes Produkt das Lager innerhalb eines definierten Zeitraums einmal aufgefüllt und wieder entleert wurde.

Die Umschlaghäufigkeit wird berechnet, indem man die abgesetzte Menge durch den durchschnittlichen Lagerbestand teilt.

Überladebrücke

Eine Überladebrücke dient zum Höhenausgleich beim Be- und Entladen von Lieferfahrzeuge und Lkws. Somit ist sie ein wichtiger Bestandteil in einer Lagerhalle.

Häufig ist eine Überladebrücke eine Konstruktion aus Stahl, welche sich entweder fest oder mobil auf einer Laderampe befindet. Sie gleicht, je nach Größe, Höhenunterschiede von bis zu 50 cm aus. Durch Überladebrücken entstehen Rampen an den Verladeschleusen, wodurch die Fahrzeuge mit Handhubwagen oder Gabelstaplern bestückt werden können. 

Es gibt verschiedene Konstruktionen bei einer Überladebrücke. Ganz nach Bedarf befinden sich diese auf einer Schiene befestig und sind dadurch flexibel einsetzbar oder sind fest integriert auf den Laderampen.

Bedient werden sie entweder per Hand oder mit Hydraulik.

Die Konstruktion der Überladebrücke kann aus nur einem federmechanischen Stück oder aus zwei bis drei bestehen. In letzteren Fällen ist ein Teil meist feststehend und die anderen sind mit Federausgleich versehen.

Darüber hinaus hat eine Überladebrücke verschiedene Höhen- und Längenausführungen sowie eine unterschiedlich hohe maximale Traglast.

Value Added Services

auch: Mehrwertdienste.

Value Added Services sind Dienste, die zusätzlich zum Basisdienst erhältlich sind und dadurch den Wert des Basisdienstes steigern.

Im gewerblichen Bereich können angebotene Mehrwertdienste beispielsweise sein:

  • Montagen und Instandhaltungen
  • Retouren-Management
  • Quality Assurance
  • Verfolgung von Sendungen

Warenverteilzentrum

auch: Versorgungszentrum, Verteilzentrum, Transitterminal

Ein Warenverteilzentrum ist der zentrale Knotenpunkt für dezentrale Warenlager. Es bezeichnet ein Zentrallager, in dem Waren, die geliefert werden, angenommen, gelagert und für die weitere Verteilung vorbereitet werden. Hierbei werden die Waren entsprechend ihrer Bestimmung (z.B. für Filialen, Produktionshallen oder Logistik-Hubs) in Kommissionen zusammengefasst und versendet.

Verschiedene Waren werden bis zu 24 Stunden dort gelagert und dann an die jeweiligen Zwischen- oder Endhändler zugestellt.

Das Warenverteilzentrum spielt somit eine wichtige Rolle im Verteilernetzwerk von Handelswaren. Es übernimmt in zentraler Lage die Zuordnung von verschiedenen dezentralen Warenlagern.

Das Warenverteilzentrum ist allerdings kein Zwischen- oder Endlager, da sich die Waren dort nur sehr kurz befinden. Im Warenverteilzentrum wird die Handelsware kurz eingelagert, danach, je nach Auftrag, passend zusammengestellt, anschließend verpackt und weiter versandt.

Da in einem großen Warenverteilzentrum täglich eine umfangreiche Anzahl an Warenausgängen und -eingängen herrscht, erfordert das ein gutes Lagerverwaltungssystem, eine Förder- sowie Kommissionierungsstrategie. Die Lagerverwaltung steuert sämtliche Vorgänge vom Eingang bis zum Warenversand. Eine ausgefeilte Fördertechnik ordnet mit der Materialflusssteuerung die Aufträge den jeweiligen Förderanlagen zu.

Automatische Sortier- und Verteilungssysteme beschleunigen die Vorgänge im Distributionszentrum ebenso wie eine gute Methode der Kommissionierung. Speziell schnelle Lieferzeiten, Effizienz, Kostenersparnis und eine stetige Warenverfügbarkeit zählen zu den Vorteilen von einem Warenverteilzentrum.

 Ein wichtiger Bestandteil in einem Warenverteilzentrum ist ein leistungsstarkes Warenwirtschaftssystem.

 

Siehe auch

Warenwirtschaftssystem

Ein Warenwirtschaftssystem ist ein computergestütztes Modell zur Abbildung und Verarbeitung von Warenströmen und ein wichtiger Teil der Intralogistik.

Die Funktionen des Warenwirtschaftssystems sind:

  • Einkaufs- und Verkaufsverwaltung
  • Lagerhaltung und -wirtschaft
  • Management von Wareneingang und -ausgang

 

Siehe auch

Wechselbrücke

auch: Wechselaufbau, Wechselkoffer, Wechselaufbaubrücke

Eine Wechselbrücke ist ein auswechselbarer genormter Behälter für Lastwagen. Dieser kann zwischen verschiedenen LKW ohne Umladen der Güter ausgetauscht werden. Außerdem besitzen Wechselbrücken ausklappbare Standfüße, wodurch der Behälter alleine stehen und somit abgestellt werden kann.

Weiche Standortfaktoren

Unter weiche Standortfaktoren fallen all diejenigen Faktoren, die schwer messbar sind oder eher subjektiv bewertet werden.

Zum Beispiel:

  • Freizeitmöglichkeiten in der Region
  • Bildungsangebote
  • Konkurrenzsituation
  • Wirtschaftsklima

 

Siehe auch:

Werkverkehr

Werkverkehr bezeichnet den Transport von Waren einer Firma für eigene Zwecke. Dabei gilt:

  • Die Ware muss dem Unternehmen entweder gehören oder von ihm ver- oder gekauft worden sein, ver- oder gemietet, hergestellt, bearbeitet oder repariert.
  • Der Transport der Güter muss eigenen Zwecken dienen.
  • Die Fahrer müssen zum eigenen Personal gehören. Ausnahme: Krankheitsfall.
  • Der Transport der Güter ist nur eine Hilfstätigkeit für das Unternehmen, nicht dessen Zweck.

Es ist aus rechtlichen Gründen wichtig, den Begriff Werkverkehr klar vom Güterverkehr abzugrenzen.

 

Siehe auch

Zentrallager

Ein Zentrallager beinhaltet in der Regel ein Gesamtsortiment von Waren. Großhändlern gehört meist eine sehr große Auswahl an Produkten. Diese Produkte können nach einer Beliebtheitsskala (basierend auf der nachgefragten Menge) unterteilt werden. Die kontinuierlich stark nachgefragten und in großer Anzahl abgesetzten Güter, werden eher in Regionallagern gelagert, während die weniger veräußerten Artikel in einem Zentrallager aufbewahrt werden. Natürlich sollen auch die beliebten Waren, inklusive dem anderen Sortiment, in einem gewissen Ausmaß im Zentrallager verfügbar sein. Die verschiedenen Artikel können auch im Rahmen einer Analyse der Verkaufsdaten in sogenannte „Renner- und Pennerartikel“ unterteilt werden.


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