Bayerische Autobauer treiben Logistikneubauten

Der Neubaumarkt für Logistikflächen tickt in Bayern andersautomobilstandorte in bayern

März 2017 - Warum tickt er anders? Weil hier die Automobilindustrie den Neubaumarkt für Logistikflächen vorantreibt, und nicht der (Online-)Handel wie in den anderen Teilen der Republik.

Das liegt natürlich in erster Linie an den großen Automobilherstellern wie beispielsweise BMW oder Audi, aber auch an der Zuliefer- und Ersatzteilindustrie. Sie alle benötigen Logistik. Und entscheidend für Logistikunternehmen ist aus Kostengründen vor allem die Nähe zu den Produktionsstätten, von denen es in Bayern vergleichsweise viele gibt. Diese allerdings verteilen sich auf nur eine Handvoll Regionen, in denen sich die Zulieferer und Logistikunternehmen schlussendlich ebenfalls ansiedeln.

Eine dieser Regionen ist aus noch einem weiteren Grund bemerkenswert: Deren für die Automobillogistik günstigen Standorte verlaufen in fast regelmäßigen Abständen entlang der A92, fast schon wie Perlen auf einer Kette: Sie beginnen in Moosburg und führen über Landshut, Dingolfing und Landau bis nach Pilsting. Günstig warum? In diesen Ortschaften sind die Flächenpreise und Mieten noch vergleichsweise moderat bei gleichzeitig ideal gelegenem Standort direkt an der A92 zwischen München und Deggendorf, wo bspw. BMW produziert. Und auch das nördlich gelegene Regensburg (unter anderem mit einem BMW-Werk) befindet sich im Einzugsbereich.

 

Die Automobilregionen in Bayern im Überblick

 

Top-Logistikregion Donau

Dingolfing und Landshut befinden sich beide an der A92 zwischen München und Deggendorf. Flächen sind hier noch relativ günstig und die Straßen-Anbindung ist sehr gut.

An beiden Standorten hat sich der Autobauer BMW niedergelassen: In Dingolfing befindet sich eines der größten Produktionswerke des Autobauers mit 17.500 Mitarbeitern, und in Landshut ist der Leichtbau konzentriert.

In Deggendorf treffen die Autobahnen A3 und A92 (München-Deggendorf) aufeinander und binden die Stadt so ideal ans Straßenverkehrsnetz an. Mit seinem Donauhafen hat Deggendorf zudem einen weiteren logistischen Vorteil. Deswegen, und wegen der hohen Dichte an Produktionswerken und Zulieferern wird mittlerweile wird in der Region Deggendorf mehr als jeder zweite Quadratmeter an Logistikfläche von der Automobilbranche und seinen Dienstleistern und Zulieferern genutzt. Die existierende Flächenknappheit ist auch hier zu spüren. Allerdings kann die Stadt Deggendorf zum Teil neue Flächenreserven aktivieren.

Als Güterverkehrszentrum für die Region dient das > GVZ Regensburg.

> Mehr zur Top-Logistikregion Donau

 

Top-Logistikregion Schwaben

Wichtig für die Automobilindustrie in Bayern ist hier vor allem Augsburg. Die Stadt befindet sich im Einzugsgebiet von München und ist infrastrukturell sehr gut angebunden. Die Autobahn A8 (Salzburg-München-Stuttgart-Karlsruhe) und die Bundesstraße B2 sorgen für einen optimalen Gütertransport auf der Straße. Zudem führt die B17 durch Augsburg, die die A8 mit der A96 (München-Lindau) verbindet. Darüber hinaus verfügt Augsburg über ein eigenes Güterverkehrszentrum, das > GVZ Augsburg.

Aktuell: In der Nähe von Augsburg, in Kleinaitingen, hat sich BMW 2016 mit einem eigenen Werk niedergelassen. Kleinaitingen liegt insofern günstig, als dass es nahe am Großraum München liegt und durch die B17 straßentechnisch sehr gut angebunden ist, ohne die gleichen hohen Flächenpreise wie München auszuweisen.

> Mehr zur Top-Logistikregion Schwaben

 

Ingolstadt

Die Stadt Ingolstadt ist größtenteils durch den Autobauer Audi geprägt, der hier nicht nur seit fast 70 Jahren seinen Hauptsitz mit 44.000 Mitarbeitern, sondern auch die Erlebniswelt „Audi Forum Ingolstadt“ unterhält.

Ingolstadt liegt einerseits an der Autobahn A9 und ist andererseits wasserseitig an die Donau angebunden und verfügt über ein eigenes Güterverkehrszentrum, das > GVZ Ingolstadt. Zudem ist der Großraum München weiter südlich nicht weit entfernt.

Zusätzlichen Schub bekommt die Logistik am Standort Ingolstadt durch ein Pilotprojekt, bei dem die Ingolstädter Logistik zusammen mit Audi derzeit den so genannten „LKW Quick Check-In“ testet. So können LKW von Zulieferern automatisch priorisiert ins Werk gesteuert werden.

 

icon info oLesen Sie dazu auch das Intereview mit Kuno Neumeier, Geschäftsführer der Logivest-Gruppe, in der Immobilien Zeitung> Zum Interview "BMW und Audi haben Freude am Hallenneubau"

 

 


 

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